Reform der Kassen überfällig
Krankenkassen gaben 1999 14 Mrd. Mark für Verwaltung aus

Reuters BERLIN. Die Verwaltungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen werden nach Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums in diesem Jahr erstmals seit 1996 wieder sinken. Ein Ministeriumssprecher sagte am Montag in Berlin, die positive Tendenz des ersten Halbjahres werde sich voraussichtlich fortsetzen. In den ersten sechs Monaten 2000 hätten die Kassen mit 6,52 Mrd. DM rund 1 % weniger für ihre Verwaltung ausgegeben als im Vorjahreszeitraum. 1999 seien die Verwaltungsausgaben dagegen um 4,68 % auf 14,03 Mill. DM gestiegen.

Der Sprecher sagte weiter, der Anstieg der Verwaltungskosten 1999 sei vor allem mit einer rund 50-prozentigen Kostenzunahme bei den Betriebskrankenkassen (BKK) zu begründen. Diese dürfen seit 1996 nicht mehr die Verwaltung der Unternehmen nutzen, zu denen sie gehören, sondern müssen eine eigene Verwaltung aufbauen.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT), Hans Peter Stihl, sagte der Zeitung "Die Welt", die hohen Verwaltungskosten der Krankenkassen zeigten, dass eine Reform der Kassen überfällig sei. Die Kosten der Krankenversicherung könnten offenbar noch stark gesenkt werden.

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