Reform der Sozialsysteme
Praxisgebühr bis zu 15 Euro denkbar

Die von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) angeregte Praxisgebühr für Kassenpatienten könnte nach ersten Berechnungen aus der Rürup-Kommission zehn bis 15 ? betragen.

HB/dpa BERLIN. Nur mit Zuzahlungen in dieser Höhe ließen sich die Kassenbeiträge auf 13 % drücken, sagte Kommissionsmitglied Prof. Eckard Nagel dem Wirtschaftsmagazin "Focus-Money".

In seiner Reformrede hatte Schröder angekündigt, den Kassenbeitrag von heute durchschnittlich 14,3 auf unter 13 % senken zu wollen. Kassenpatienten sollen über Selbstbehalte und Praxisgebühren auch bei den Arztkosten zuzahlen. Solche Selbstbehalte und Praxisgebühren können aber sehr unterschiedlich gestaltet werden.

Denkbar ist etwa, dass Patienten nur eine Praxisgebühr zahlen, wenn sie ohne Überweisung ihres Hausarztes einen Facharzt aufsuchen. Eine Praxisgebühr könnte pro Arztbesuch, pro Quartal oder auch pro Jahr erhoben werden. Schröder will zudem Einkommensschwache, chronisch Kranke und Kinder von der Regelung ausnehmen. Die Höhe einer möglichen Praxisgebühr lässt sich daher erst relativ sicher beziffern, wenn die gesamten Pläne konkreter sind.

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