Reformen in der Türkei müssen fortgesetzt werden
IWF im Grundsatz zu Türkei-Kreditprogramm bereit

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist grundsätzlich bereit, der Türkei mit einem Kreditprogramm über 10 Mrd. $ bei der Deckung einer Finanzlücke zu helfen.

Reuters ANKARA. Die Genehmigung setzte aber voraus, dass die Reformen in der Türkei fortgesetzt würden, erklärte der IWF am Freitag in Ankara. Das Programm solle ab Januar starten und habe eine Laufzeit von 2002 bis 2004. Eine IWF-Delegation hatte in den vergangenen zwei Wochen die Voraussetzungen für die Bereitstellung der Mittel für das Land geprüft, das gegenwärtig in der tiefsten Rezession seit 1945 steckt. Die 10 Mrd. $ würden ein bereits bestehendes IWF-Kreditprogramm über 19 Mrd. $ ergänzen.

Der IWF erwartet von der Türkei nun vor allem, dass das Land sein bereits angekündigtes Programm zur Sanierung der Wirtschaft startet. Zudem müsste die Regierung in Ankara rechtliche und institutionelle Reformen im Zusammenhang mit Privatisierungen und öffentlichen Auftragsvergaben umsetzen. Der Prozess der Privatisierungen müsse wiederbelebt und der angeschlagene Bankensektor weiter reformiert werden, heißt es in der Erklärung. Die türkische Regierung erwartet in diesem Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 8,5 %.

Derzeit stehen 19 türkische Banken unter staatlicher Verwaltung, eine Vielzahl wurde zudem bereits geschlossen oder steht kurz vor der Schließung. Für den 28. Dezember hat die türkische Bankenaufsicht das Aus für zwei weitere Institute, die Kentbank und die Etibank angekündigt.

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