Reformpläne der Palästinenser liegen vorerst auf Eis
Scharon bleibt hart

Die Belagerung sei Teil einer Strategie, um eine Eskalation des Terrorismus zu verhindern, sagte Scharon der "Jerusalem Post" am Donnerstag.

dpa/HB JERUSALEM. Scharon warf der Palästinenserführung vor, sie habe vor einer möglichen Militäraktion der USA gegen den Irak Terroranschläge verstärken wollen. Außerdem habe "eine Gruppe von Mördern und großen Terroristen" Zuflucht im Amtssitz Arafats gefunden.

Scharon reagierte damit auf wachsende Kritik im Ausland und in Israel an der Belagerung von Arafat und 200 weiteren Männern in Ramallah. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, gegen die Autonomiebehörde, aber nicht gegen die radikal-islamische Hamas-Bewegung vorzugehen. Die Hamas-Bewegung hatte sich zu dem Anschlag von Tel Aviv bekannt, bei dem in der vergangenen Woche sechs Menschen getötet worden waren. Der UN-Sicherheitsrat hat ein Ende der Belagerung Arafats gefordert.

Angesichts der Belagerung hat die Palästinenserführung die international geforderten Reformpläne vorerst auf Eis gelegt. Die Belagerung Arafats hat unter anderem auch die Bemühungen des Palästinenserparlamentes zunichte gemacht, Arafat zur Bildung einer neuen Regierung und zur Aufgabe eigener Macht zu zwingen. Gespräche mit Israel über ein Ende der Belagerung hatten die Palästinenser am Donnerstag aus Protest gegen die völlige Isolierung Arafats abgesagt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%