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Refugium-Insolvenzverfahren wird noch im Juli eröffnet

Der vorläufige Insolvenzverwalter des angeschlagenen Seniorenheimbetreibers Refugium Holding AG, der Kölner Rechtsanwalt Andreas Ringstmeier, hält die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nicht mehr für vermeidbar.

vwd DüSSELDORF. Durch bloße Fortführung des Betriebes könne das Unternehmen nicht von seinen bestehenden Altverbindlichkeiten herunterkommen, sagte Ringstmeier am Dienstag. Besser sei deshalb, "einen sauberen Schnitt zu machen". Nur so gebe es auch die Chance, durchgreifende Sanierungen einzuleiten. Ringstmeier war vor einer Woche vom Amtsgericht Bonn zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden.

Der Rechtsanwalt kündigte an, noch im Juli das Insolvenzverfahren zu eröffnen. Sollte dies später als am 1. August geschehen, würde es Probleme mit der Lohnzahlung an die Refugium-Mitarbeiter durch die Bundesanstalt für Arbeit geben, erläuterte er. Ob Refugium in dem Insolvenzverfahren eine Überlebenschance habe, könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden, sagte Ringstmeier weiter. Er sehe zwar Chancen für eine Sanierung, müsse aber versuchen, sowohl die Interessen der Gläubiger als auch die der Vermieter, Heimaufsicht, Versicherungsträger und Arbeitnehmer zu berücksichtigen. Die völlig unterschiedliche Interessenlage mache den Fall schwierig.

Nach Angaben von Ringstmeier gab es am Freitag bereits ein erstes Gespräch mit dem größten Gläubiger, der Gold-Zack PAKO Immobilien AG, -Tochter der knapp die Hälfte der Refugium-Heime gehören. Weitere würden folgen. Wie im Endeffekt ein Kompromiss und damit ein Sanierungsplan für Refugium aussehen könne, werde sich wohl in den kommenden zehn Tagen herausstellen, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter. Er zeigte sich offen für Vorschläge von anderen Unternehmen, die sich an der Rettung von Refugium beteiligen wollten. Er sei bereit mit jedem zu sprechen, betonte Ringstmeier.

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