„Rege Beteiligung“
Streik-Urabstimmung im Baugewerbe fortgesetzt

Im Tarifkonflikt des Baugewerbes ist die Urabstimmung über einen Streik am Dienstag fortgesetzt worden. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sprach von einer bisher "regen Beteiligung".

dpa FRANKFURT. Bis Freitagabend können bundesweit rund 340 000 Mitglieder der Gewerkschaft entscheiden, ob es erstmals in der deutschen Nachkriegsgeschichte zu einem flächendeckenden Arbeitskampf kommt. Erforderlich ist eine Zustimmung von 75 Prozent.

Auf vielen Baustellen sei die Wut groß, sagte IG-BAU-Sprecher Michael Knoche am Dienstag in Frankfurt. Die Gewerkschaft rechne fest damit, dass die erforderliche Mehrheit zustande komme. Das Ergebnis der Urabstimmung soll am Samstag in Frankfurt bekannt gegeben werden. Bei einem positiven Votum ist der Beginn der Streiks für den kommenden Montag (17. Juni) vorgesehen.

Die IG BAU verlangt eine Lohnerhöhung um 4,5 Prozent und höhere Mindestlöhne in den neuen und den alten Bundesländern. Die Arbeitgeber haben für dieses und das kommende Jahr Erhöhungen von 3,0 und 2,1 Prozent angeboten. Strittig ist vor allem auch die Anhebung der Mindestlöhne in Ostdeutschland. Die Arbeitgeber hatten die IG BAU mehrfach aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Angesichts der schlechten Lage der Baufirmen sei ein Streik falsch.

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