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Regen in Wimbledon: Zum 31. Mal kein Ballwechsel

London (dpa) - Mittwoch, der 23. Juni 2004, geht in die Annalen von Wimbledon als der 31. Tag in der 127-jährigen Geschichte des Grand-Slam-Tennisturniers ein, an dem nicht ein Ballwechsel möglich war.

London (dpa) - Mittwoch, der 23. Juni 2004, geht in die Annalen von Wimbledon als der 31. Tag in der 127-jährigen Geschichte des Grand-Slam-Tennisturniers ein, an dem nicht ein Ballwechsel möglich war.

Nach stundenlangem Hoffen und Bangen, aber immer wiederkehrenden Regen-Schauern wurde der Spieltag auf den nächsten Tag verschoben. Zuletzt war dies im Jahr der Rücktritte von Boris Becker und Steffi Graf am 29. Juni 1999 geschehen - dem Dienstag der zweiten Turnierwoche.

Als eine erste Konsequenz des Wetter-Chaos' wurde das Reglement des Doppel-Wettbewerbs der Herren geändert. Bis zum Viertelfinale reichen nun zwei statt bisher drei Gewinnsätze. Außerdem wurde der Spielbeginn für die nächsten beiden Tage um eine Stunde auf 12.00 Uhr MESZ vorgezogen. Das teilte Oberschiedsrichter Alan Mills mit.

Leidtragende der quälenden Warterei waren vier deutsche Tennis-Profis, die Debütant Florian Mayer in die zweite Runde folgen wollten. Der Bayreuther, der vor dem großen Regen im Tiebreak-Krimi gegen Wayne Arthurs auch seine dritte Grand-Slam-Erstrundenpartie gewonnen hatte, wartete auf seinen Zweitrunden-Gegner, der sich in der Hängepartie zwischen dem Südafrikaner Wesley Moodie und Guillermo Coria entscheiden sollte. Doch auch den French-Open-Gewinner aus Argentinien, dem tags zuvor nur noch zwei Punkte zum Sieg gefehlt hatten, wartete erfolglos.

Rainer Schüttler, Thomas Haas, Alexander Popp und Lars Burgsmüller vertrieben sich die Langeweile auf der Anlage und versuchten, so gut es ging, die Spannung hoch zu halten. Für Schüttler ging es darum, nach dem Satzausgleich gegen Robin Söderling aus Schweden beim Stande von 1:0 gleich wieder ins Match zu finden und nicht abermals den Start zu verschlafen. Auch Thomas Haas wollte dort fortfahren, wo er gegen Antony Dupuis aufgehört hatte. Nach lustlosem Beginn musste der Hamburger im dritten Durchgang einen Matchball abwehren und lag nach gewonnenem Tiebreak bei eigenem Aufschlag mit 3:2 in Führung, als die Partie vertagt wurde.

Gut gestartet war Alexander Popp. Der Vorjahres-Viertelfinalist aus Mannheim hatte den ersten Satz gegen den Chilenen Nicolas Massu mit 6:4 für sich entschieden und erwartete bei 4:4 und 15:0 den Aufschlag des Chilenen. Lars Burgsmüllers Erstrundenpartie gegen Juan Ignacio Chela hatte wegen der Regen-Kapriolen noch nicht begonnen.

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