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Regen stoppt Mayer in New York - Agassi wartet

Florian Mayer knipste in Flushing Meadows das Licht aus, doch schon vor dem Schlafengehen erfüllte sich der Bayreuther fast seinen Traum vom Duell gegen Andre Agassi bei den US Open.

dpa NEW YORK. Florian Mayer knipste in Flushing Meadows das Licht aus, doch schon vor dem Schlafengehen erfüllte sich der Bayreuther fast seinen Traum vom Duell gegen Andre Agassi bei den US Open.

Regen und eine ungünstige, äußerst späte Ansetzung stoppten den Wimbledon-Viertelfinalisten kurz vor dem Auftaktsieg gegen den Brasilianer Flavio Saretta. Mayer wollte beim Stand von 6:4, 6:2, 5:1 zum Matchgewinn aufschlagen, als die Partie um kurz vor Mitternacht abgebrochen und auf den nächsten Tag verschoben wurde.

Derweil hatte Agassi seine Pflicht beim 7:6 (7:5), 6:4, 6:2 über seinen US-Landsmann Robby Ginepri schon erfüllt. Nur sein Aufschlag und sein Alter machten ihm Sorgen, erklärte der Routinier danach. "Ich bin unsicher, weil ich 34 bin. Ich war niemals zuvor 34", erklärte Agassi unter Gelächter.

Weil Mayer und Saretta als nächste Gegner von Steffi Grafs Ehemann etwa zeitgleich spielen sollten, war ihre Partie spät angesetzt worden und verzögerte sich zusätzlich, weil die vorherigen Spiele sich fast alle sehr lang hinzogen. Die Veranstalter reagierten jedoch unflexibel und warteten zu lange, ehe sie die Partie endlich auf einen der vielen freien Plätze verlegten.

Mayer ließ sich davon jedoch ebenso wenig aus der gewohnten Ruhe bringen, wie von einem unnötigen 2:4-Rückstand im ersten Satz. Der 20-Jährige spielte sein Pensum mit erstaunlicher Routine herunter und bestätigte die Einschätzung vom deutschen Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen: "Flo macht hier einen besseren Eindruck als in Athen." Dort war er bei Olympia nach einer leichten Erkrankung sofort ausgeschieden.

Bei den US Open hatten am Auftakttag zuvor nur Nicolas Kiefer und Qualifikantin Julia Schruff die zweite Runde erreicht. Verabschiedet haben sich trotz nicht allzu schwerer Gegner bereits vier der elf gestarteten Deutschen. Nach der Niederlage von Anca Barna schieden auch Alexander Popp sowie die Qualifikanten Daniel Elsner und Anna-Lena Grönefeld aus. Der zweimalige Wimbledon-Viertelfinalist Popp verlor 6:1, 3:6, 4:6, 3:6 gegen den italienischen Qualifikanten Potito Starace.

Die in Arizona trainierende Grönefeld verpasste beim 6:2, 4:6, 5:7 gegen Els Callens aus Belgien den durchaus möglichen Sieg. Elsner unterlag dem früheren Australian-Open-Sieger Thomas Johansson aus Schweden 6:7 (3:7), 4:6, 3:6, obwohl er 5:3 im ersten Satz führte und auch im zweiten Durchgang als erster Spieler ein Break schaffte.

Neben Mayer will noch Rainer Schüttler gegen den Italiener Andreas Seppi gewinnen, Marlene Weingärtner tritt gegen die Spanierin Arantxa Parra Santonja an. Erst am Mittwoch greifen Thomas Haas gegen den Italiener Davide Sanguinetti und Philipp Kohlschreiber gegen den Franzosen Julien Benneteau ein.

Nach Agassi überstanden auch die restlichen Favoriten ihre ersten Spiele. Serena Williams feierte nach ihrem verletzungsbedingten Fehlen im vorigen Jahr eine gelungene Rückkehr ins Arthur-Ashe-Stadium und hatte keine Mühe beim 6:1, 6:3 über die Tschechin Sandra Kleinova. Zittern musste dagegen Jennifer Capriati. 14 Jahre nach ihrem Debüt bei den US Open gewann die Lokalmatadorin nach schwachem Start aber noch 2:6, 6:1, 6:2 gegen die Tschechin Denisa Chladkova. Sein letztes Match bestritt hingegen Todd Martin, der 34 Jahre alte Finalist von 1999 erklärte nach der Niederlage gegen den Franzosen Fabrice Santoro seinen Rücktritt.

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