Regen-Training am Freitag entschied Michael Schumacher zu seinen Gunsten
Formel 1: Qualifikation in Suzuka wegen Taifun verschoben

Die Veranstalter der Formel 1 gehen in Suzuka auf Nummer sicher: Aus Angst vor dem Taifun "Ma on" hat die Formel 1 erstmals in ihrer Geschichte eine Qualifikation für einen Großen Preis abgesagt. Die überflutete Rennstrecke wurde am Freitag aus Sicherheitsgründen für den kompletten Samstag gesperrt.

HB SUZUKA. Während sich Weltmeister Michael Schumacher am Freitag vom heranziehenden Wirbelsturm nicht beeindrucken ließ und im strömenden japanischen Regen die Konkurrenz im Training nach allen Regeln der Fahrkunst nass machte, wurde die überflutete Rennstrecke am Abend aus Sicherheitsgründen für den kompletten Samstag gesperrt. Auch den Teams wurde ein fernbleiben empfohlen. "Man macht sich schon Gedanken, über die Ausmaße, was so alles passieren kann", sagte Schumacher.

Sollte sich das Wetter wieder bessern, werden die 20 Piloten unmittelbar vor dem vorletzten Saisonrennen um die besten Startplätze kämpfen. Nach wie vor ist das Rennen für Sonntag (7.30 Uhr/RTL und Premiere) angesetzt. "Wenn die Strecke fahrbar ist, ist das kein Problem", sagte Schumacher zur Doppelschicht. "Angesichts des Wetters ist das die richtige Entscheidung", lobte BMW - Motorsportdirektor Mario Theissen den Weltverband FIA und die Organisatoren.

Als die Dunkelheit kam, wurde das Fahrerlager sturmfest gemacht. Taue wurden um Kisten gezogen, Netze gespannt. "Unter solchen Bedingungen ist es vernünftig, nicht zu fahren", fand Williams-BMW - Pilot Ralf Schumacher. Sehr bedrohlich ist das Unwetter an die japanischen Hauptinsel Honshu herangezogen mit Windgeschwindigkeiten von über 300 km/h. Im Fahrerlager liefen die Wetter-Computer heiß und die Teams trafen sich zu Krisensitzungen. "Wenn der Taifun Japan erreicht, dann wird es viel Regen geben", sagte Lokalmatador Takuma Sato (BAR-Honda). Schon 80 Menschen sind in diesem Jahr Opfer der Naturgewalten geworden - zuletzt forderte "Meari" am 30. September 16 Menschenleben. Es war bereits der achte Taifun, der in 2004 das japanische Archipel getroffen hatte. So oft hintereinander haben die Naturgewalten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nicht zugeschlagen.

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