Reggie Love
On the Road mit Obama

Jetzt ist es so weit: Barack Obama ist der demokratische Präsidentschaftskandidat. Sechs Monate ist er rastlos durch die amerikanischen Bundesstaaten gezogen. Auch jetzt geht die Kampagne weiter. Und einer ist immer dabei: Reggie Love, sein treuer Assistent.

DÜSSELDORF. Der 26-Jährige Reggie Love ist 1,95 Meter groß, hat Football für die Dallas Cowboys gespielt, und wäre damit bestens geeignet, Karriere als TV-Star, Rapper oder Sänger zu machen. Doch Reggie Love bleibt meistens hinter den Kulissen und arbeitet für Amerikas großen Superstar: Barack Obama.

"Wahlkampfhelfer", das heißt nicht "Berater" oder "Wahlkampfstratege". Der Wahlkampfhelfer hat auf der politischen Ebene nichts verloren. Trotz seiner Größe ist Reggie Love auch kein Leibwächter. Er ist einfach Mädchen für alles. Obama braucht einen Stift? Reggie Love hat einen in der Tasche. Der erhabene Kandidat hat beim Essen seine Krawatte schmutzig gemacht? Reggie Love hat den Fleckentferner. Amerikas große politische Figur ist hoffnungslos unterzuckert und kurz vor einem Kreislaufkollaps? Reggie Love reicht Obamas Lieblingsleckerlis - Schoko-Nuss-Eiweiß-Riegel und Sommerfrüchte-Eistee.

Nach eigenen Angaben wurde Love "ohne jegliche Stellenbeschreibung" nach einem Gespräch in Washington 2006 angestellt. Seine Football-Karriere war gescheitert und der gelernte Politikwissenschaftler musste nun einen anderen Weg einschlagen. Trotz allem ist Sport immer noch ein wichtiger Bestandteil seines Berufslebens.

Sein Arbeitstag beginnt nämlich mit einer Fitness-Einheit. Obama trainiert gerne frühmorgens und wählt ausdrücklich Hotels, die mit Hanteln und Laufbändern ausgestattet sind. Love muss mittrainieren. Als ehemaliger Sportler macht ihm das nichts aus: Er soll mehr als 130 Kilo beim Bankdrücken stemmen. An Wahltagen wird zur Abwechslung Basketball gespielt: Das soll Glück bringen.

Jeden Tag geht es direkt nach dem Frühstück los. Egal was Obama macht, Reggie Love ist dabei. Wenn Obama eine Rede noch mal proben will, hört Love brav zu. Bei Telefonaten mit Superdelegierten, die Obama für sich gewinnen will, sitzt Love mit Steckbriefen und Notizen am Apparat und wählt die Nummern. Geht es um Reiseplanung, Termine oder Verpflegung, so ist Love der Ansprechpartner.

Inzwischen kennt er auch die Essgewohnheiten - und Vorlieben - des Kandidaten auswendig. "Senator Obama isst ja praktische alles, von Hähnchen und BBQ-Rippchen bis hin zu gegrilltem Fisch und gedünstetem Brokkoli" verriet Love der "New York Times". Stießen sie allerdings im kleinstädtischen Amerika auf beschränkte Möglichkeiten, so sei "ein Cheeseburger die sicherste Option, mit Cheddar, wenn möglich."

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