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Regierung: Aktuell keine Fußball-Bürgschaften

Die Bundesregierung sieht nach den Worten ihres Sprechers Uwe-Karsten Heye derzeit keinen Handlungsbedarf für Bürgschaften der öffentlichen Hand an Fußball-Bundesligavereine wegen einer möglichen Insolvenz des Kirch-Konzerns.

Reuters BERLIN. Zur Begründung verwies Heye am Freitag vor Journalisten auf eine Äußerung des bayerischen Ministerpräsidenten und Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU). Dieser hatte gesagt, er habe klare Hinweise, dass die nächsten Rate der Gelder für die TV-Übertragungsrechte von 100 Mill. Euro im Mai fließen werden. Für die Bundesregierung ergebe sich daraus, dass sie derzeit keinen Handlungsbedarf für die Bürgschaften sehe, sagte Heye. Auf die Frage, was bei Nichtzahlung der Tranche passiere, fügte er hinzu: "Dann haben wir ein Problem." Die Frage der Bürgschaften könne dann wieder aktuell werden. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Bürgschaften im Volumen von bis zu 200 Mill. Euro erwogen werden.

Heye bekräftigte, der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Alfred Tacke, lote in Gesprächen mit Vertretern der Bundesliga-Vereine aus, welche Auswirkungen eine mögliche Insolvenz der Kirch-Gruppe vor allem für kleinere Vereine hätte. Tacke tue dies auf Wunsch von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Es sei allerdings absurd, zu glauben, dass die Bundesregierung die Gehälter von Fußball-Millionären absichere, sagte Heye.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) hatte gesagt, der Bund und einige Landesregierungen seien bereit, mit öffentlichen Bürgschaften für die Fußball-Bundesliga den Zusammenbruch von Vereinen als Folge einer möglichen Insolvenz der Kirch-Gruppe zu verhindern. In der Bundesregierung sind die Pläne indes umstritten.

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