Regierung dementiert Berichte
Verwirrung in Schweden über neue "Estonia"-Untersuchung

dpa STOCKHOLM. Schwedens Regierung hat am Donnerstag Berichte über eine neue Untersuchung zu den Ursachen des "Estonia"-Unglücks bestritten. Gewerbeministerin Mona Sahlin wies in Stockholm Berichte vom Vortag zurück, wonach eine Kommission des "Amtes für psychologische Verteidigung" mehr als sechs Jahre nach dem Untergang der Ostseefähre mit 852 Toten neu zu den Ursachen ermitteln soll.

Sahlin erklärte, der genaue Auftrag für die Kommission stehe noch nicht fest. Es werde sich aber in keinem Fall um eine umfassende Untersuchung der Unglücksursachen handeln. Hinterbliebene der Opfer, Gewerkschaften und technische Experten in Schweden und anderen Ländern hatten immer wieder eine komplett neue Untersuchung wegen schwerer Mängel am bisherigen offiziellen Untersuchungsbericht verlangt.

Darin waren Konstruktions- und Baufehler an der Bugklappe als wichtigster Grund dafür genannt worden, dass das Schiff in der Nacht des 28. September 1994 bei einer Fahrt von Tallinn nach Stockholm sank. 137 Reisende überlebten das schlimmste Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte.

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