Regierung erteilt Ausnahmegenehmigungen
Thyssen Krupp zum Großteil von US-Schutzzöllen befreit

Die Thyssen Krupp Steel AG ist zu einem großen Teil von US-Schutzzöllen befreit worden. Wie der Konzern am Montag in Duisburg mitteilte, wurden 88 600 Tonnen von den "erheblichen" Schutzzöllen freigestellt.

Reuters DUISBURG. Die Mengen beträfen fast ausschließlich das wichtige Kerngeschäft mit der amerikanischen Automobilindustrie. In der zweiten Runde des laufenden Verfahrens hatte Thyssen Krupp Steel den Angaben zufolge in den USA im Dezember 40 Anträge mit einem Volumen von knapp 185 000 Tonnen eingereicht. Thyssen Krupp Steel-Chef Ulrich Middelmann begrüßte die Entscheidung der US-Administration und sagte: "Wir können nun weiter zu wettbewerbsfähigen Preisen liefern". Zudem sei dies ein weiteres Signal an die Branche, dass die dringend notwendige Restrukturierung der Stahlindustrie in den USA vorangetrieben werde.

Insgesamt hatten die Thyssen Krupp Steel AG sowie ihre Kunden Ausnahmeanträge für ein jährliches Liefervolumen von rund 360 000 Tonnen Stahl gestellt. In der ersten Runde der genehmigten Ausnahmeregelungen waren 2002 davon insgesamt 137 000 Tonnen von den Schutzmaßnahmen freigestellt worden. US-Präsident George W. Bush hatte im März 2002 Einfuhrzölle auf Stahlprodukte bis zu 30 % verhängt. Damit soll die modernisierungsbedürftige heimische Stahlindustrie vor billigeren Importen geschützt werden. Gegen die Zölle hatte es weltweit Proteste gegeben. Seit in Krafttreten der umstrittenen Zölle hat die Bush-Administration im mehreren Schritten Ausnahmegenehmigungen erteilt.

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