Regierung gibt jetzt eine Kollision als Unglücksursache an
Wieder Lebenszeichen von der "Kursk"

Neue Hoffnung auf Überlebende: Nach Angaben eines russischen TV-Senders sind wieder Klopfzeichen der eingeschlossenen Seeleute registriert worden.

dpa MOSKAU. Die in dem gesunkenen russischen Atom-U-Boot "Kursk" eingeschlossenen Seeleute haben am Donnerstagabend erstmals wieder ein Lebenszeichen gegeben. Überlebende unter den 118 Mann an Bord antworteten auf Klopfsignale, berichtete der Fernsehsender RTR unter Berufung auf den Kommandeur der russischen Nordflotte, Wjatscheslaw Popow.

Den Angaben nach klopfte die Besatzung einer Rettungskapsel auf den Rumpf: "Hilfe ist da. Haltet durch!" Als Antwort kam zurück: "Haben verstanden. SOS." Sauerstoff sei knapp an Bord, hieß es. Zuvor hatte es nach Marineangaben seit Mittwoch kein Lebenszeichen aus dem am Samstag verunglückten U-Boot gegeben.

Die "Kursk" sei höchstwahrscheinlich nach einer Kollision gesunken, sagte der Vize-Regierungschef und Vorsitzende einer Sonderkommission, Ilja Klebanow, nach einer Krisensitzung auf dem Raketenkreuzer "Pjotr Weliki" in der Barentssee. Das U-Boot sei mit "einem fremden Gefährt von großer Tonnage" zusammengestoßen, zitierten die russischen Nachrichtenagenturen Klebanow. Es sei aber in dem Gebiet über Wasser kein fremdes Schiff beobachtet worden. Der Vize-Regierungschef betonte, an Bord des Atom-U-Bootes seien keine nuklearen Sprengköpfe.

Am Bug des Havaristen gebe es ein "schreckliches Leck", sagte Klebanow. Spuren einer Explosion seien bei der Untersuchung des 155 Meter langen Rumpfes nicht festgestellt worden.

Der staatliche russische Sender RTR brachte die ersten Aufnahmen von der Rettungsaktion. Gezeigt wurden das Rettungsschiff "Rudnizki", von dem aus die Tauchkapseln zu Wasser gelassen werden, und der Raketenkreuzer "Pjotr Weliki" (Peter der Große), von dem aus die Aktion geleitet wird.

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