Regierung hatte auf mehr gehofft
Tschechien vergibt UMTS-Lizenzen mit deutlichem Abschlag

Die tschechische Regierung hat lediglich zwei der ursprünglich geplanten drei Lizenzen für die neue Mobilfunkgeneration UMTS vergeben und dabei einen weit niedrigeren Preis erzielt, als sie zuvor erhofft hatte

Reuters PRAG. Die tschechische Telekommunikationsbehörde CTU teilte am Freitag in Prag mit, die Tochter der Deutschen Telekom, Radiomobil, sowie das Gemeinschaftsunternehmen von Verizon, AT&T Wireless und Cesky Telecom, Eurotel, hätten den Zuschlag für eine Lizenz erhalten. Der dritte Mobilfunkanbieter in Tschechien, Cesky Mobil, hatte sich nicht um eine Lizenz beworben.

Eurotel erwarb die Lizenz für eine knapp über dem Mindestgebot liegende Summe von 3,535 Mrd. Kronen. Radiomobil bot 3,861 Mrd. Kronen (rund 231 Mill. DM) und sicherte sich damit im derzeit gängigen Mobilfunkstandard GSM weiteres Frequenzspektrum zum Netzausbau.

Jeweils 1 Mrd. Kronen sind von den Unternehmen sofort an den Staat zu bezahlen, der Rest soll verteilt über die nächsten zehn Jahre beglichen werden. Ursprünglich hatte die tschechische Regierung gehofft, mit 20 Mrd. Kronen rund dreimal so hohe Einnahmen aus der Lizenzvergabe zu erzielen. Die Erlöse bei der Vergabe von UMTS-Lizenzen sind in den vergangenen eineinhalb Jahren deutlich rückläufig gewesen, da in der Telekom-Branche ein deutlicher Preisverfall eingesetzt hatte.

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