Regierung interessiert sich für Anteil an Terminal
Fraport verhandelt wieder über Manila-Projekt

Die Fraport AG hat philippinische Zeitungsberichte nicht kommentieren wollen, denen zufolge die Regierung des Landes mit dem Flughafenbetreiber bereits eine Einigung über den Verkauf seines Anteils an dem Terminal-Projekt in Manila erzielt habe.

Reuters MANILA. Seit der Pressekonferenz zum Zwischenbericht vor einer Woche habe es keine Gespräche mehr gegeben, sagte ein Fraport-Sprecher am Freitag. "Daher kann Fraport keine neue Bewertung der Situation vornehmen." Er kündigte jedoch an, dass Firmenvertreter in der kommenden Woche weitere Gespräche in der philippinischen Hauptstadt über das Terminalprojekt führen wollen. "Die nächsten Gespräche werden kommende Woche in Manila stattfinden," sagte er. Die im MDax gelisteten Fraport-Aktien stiegen bis zum Mittag um über 3 % auf 24,80 Euro.

Philippinische Zeitungen hatten zuvor berichtet, Präsidentenberaterin Gloria Tan Climaco habe am Donnerstag dem philippinischen Senat unterrichtet, dass Fraport einem Kaufangebot des Staates zugestimmt habe. Fraport hält derzeit 30 % an dem Konsortium Piatco für den Bau eines dritten Terminals für den internationalen Flughafen der philippinischen Hauptstadt. Den Zeitungsangaben zufolge wird Fraport seinen Anteil für 400 Mill. Dollar an den philippinischen Staat verkaufen. Der Kaufpreis werde nicht in bar bezahlt. Stattdessen gewähre Fraport der philippinischen Regierung einen Kredit in gleicher Höhe mit einer Laufzeit von 15 Jahre, der dann aus den operativen Einnahmen des neuen Terminals beglichen werden solle. hieß es in den Zeitungen.

Projekt hat Fraport empfindlich belastet

"Ich glaube, es gibt starke zwingende Gründe warum die Regierung einspringen soll", wurde Climaco in den Zeitungen zitiert. Die Regierung besitze die Option, den Terminal dann später zu verkaufen.

Fraport-Chef Wilhelm Bender hatte vor kurzem von sich abzeichnenden Fortschritten in der schwierigen Lage um das Investment des Flughafenbetreibers gesprochen. Die Regierung in Manila habe Gesprächsbereitschaft über eine mögliche Rückabwicklung des Vorhabens signalisiert. Dabei gehe es um eine Rückzahlung der Fraport-Finanzierungsbeiträge, wobei Fraport dann gegen Gebühr den Betrieb des Terminals gewährleisten könne. Falls die Philippinen das Projekt übernehmen würden, werde sich sein Unternehmen um den Betrieb des Flughafenterminals bewerben, hatte Fraports Finanzchef Johannes Endler gesagt.

Fraport hatte mehrere hundert Millionen Dollar in den Bau eines neuen Terminals in Manila investiert, doch das Projekt bescherte dem Unternehmen bisher Verluste. Vergangenes Jahr hatten Sonderabschreibungen auf die Investitionen das Ergebnis des Konzerns empfindlich belastet.

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