Regierung kündigt Millionen-Hilfen an
Der Ätna spuckt weiter Asche

Nach Tagen gewaltiger Eruptionen hat sich der Ätna auf Sizilien am Donnerstag merklich beruhigt. Zwei Lavaströme kamen zum Stillstand, andere wälzten sich sehr viel langsamer als zuvor die Hänge hinab.

HB/dpa CATANIA. Die Menschen konnten erstmals seit dem Ausbruch am Sonntag etwas aufatmen. Jedoch gab es am Mittag einen neuen Erdstoß der Stärke 3,2 auf der Richterskala. Medienberichten zufolge richtete das Beben aber keine Schäden an. Noch immer spuckte der größte Vulkan Europas eine dunkle Aschewolke in den Himmel.

Viele der weit über 1 000 Obdachlosen auf Sizilien verbrachten die Nacht im Auto, in einer der Zeltstädte oder bei Verwandten. Das staatliche Fernsehen schätzte die Schäden auf mehrere Dutzend Millionen Euro, die zumeist bei den schweren Erdstößen am Dienstag entstanden waren. Die Regierung in Rom versprach am Donnerstag schnelle Hilfen in Höhe von 15 Millionen Euro. Im Hafen von Catania lief ein Militärschiff mit medizinischer Versorgung für mögliche weitere Notfälle ein.

Experten wiesen darauf hin, dass sich der weitere Verlauf des Ausbruchs nicht voraussagen lasse. Immer wieder werden leichtere Nachbeben registriert. Zum Schutz vor dem Ascheregen verteilte die Stadtverwaltung der Metropole Catania Atemmasken. Der Geophysiker Birger Lühr vom Geoforschungszentrum Potsdam schloss in einem Gespräch einen künftigen Ausbruch wie im Jahr 1669 nicht aus. Damals wurden weite Teile Catanias zerstört.

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