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Regierung öffnet die Türen

Mit starkem Besucherandrang hat am Samstag in Berlin das Wochenende der offenen Tür bei der Bundesregierung begonnen. Vor dem Amtssitz von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bildete sich bei sonnigem Wetter bereits am Mittag eine mehr als hundert Meter lange Menschenschlange.

dpa BERLIN. Mit starkem Besucherandrang hat am Samstag in Berlin das Wochenende der offenen Tür bei der Bundesregierung begonnen. Vor dem Amtssitz von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bildete sich bei sonnigem Wetter bereits am Mittag eine mehr als hundert Meter lange Menschenschlange.

Am Sonntag ist Schröder persönlich unter den Gastgebern. Am Kanzleramt stellt er sich zusammen mit dem neuen Teammanager der deutschen Fußballnationalmannschaft, Oliver Bierhoff, den Fragen der Besucher. Im Hinterhof seines Ministeriums unweit des Potsdamer Platzes beantwortete Finanzminister Hans Eichel (SPD) Fragen.

"Ich kriege gegenwärtig mein Gehalt vorzugsweise als Schmerzensgeld", scherzte er angesichts der Kritik an der Staatsverschuldung. Er gebe zu, dass ihm die Arbeit schon einmal mehr Spaß gemacht habe. Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) redete in ihrem Ministerium über Übergewicht bei Kindern. Zahlreiche Stände informierten über gesunde Ernährung.

Um die viel diskutierte Arbeitsmarktreform Hartz IV ging es am ersten Tag der offenen Tür kaum. Nur ein Besucher des Finanzministeriums erzählte Eichel von der "Angst der Bürger, dass sie aus ihren schnuckelig eingerichteten Wohnungen ausziehen müssen." Für Sonntag hat ein reformkritisches Bündnis unter Führung der Gruppe Attac angekündigt, die Festatmosphäre zu stören und im Wirtschaftsministerium zu protestieren.

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