Regierung plant bald Grundgesetzänderung
Weg für zweiten Börsengang soll freigemacht werden

afp BONN/BERLIN. Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr den Weg für einen zweiten Börsengang der Deutschen Post frei machen, die am Mittwoch ihr «bisher erfolgreichstes Geschäftsjahr» feierte. Es habe Rekorde sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn gegeben, betonte Konzernchef Klaus Zumwinkel bei der Bilanz-Pressekonferenz für 2000 in Bonn. Das Unternehmen sei schon jetzt der «am konsequenteste aufgestellte Logistikkonzern weltweit» und solle in den kommenden Jahren «konsequent zum Global Player Nummer eins» aufgebaut werden.

Grundgesetz muss geändert werden

Für den zweiten Börsengang der Post will das Bundesfinanzministerium noch in diesem Jahr eine Vorlage für die dafür nötige Grundgesetzänderung ins Kabinett geben. Danach müssten sowohl Bundestag als auch Bundesrat zustimmen. Auf jeden Fall wolle der Bund «langfristig» seine Mehrheit an der Deutschen Post abgeben, betonte ein Ministeriumssprecher. Es sei aber derzeit noch völlig offen, ob dies bereits im kommenden Jahr geschehe, wie von der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» berichtet. Unter anderem spiele die Situation auf dem Kapitalmarkt eine Rolle.

Im vergangenen November hatte der Bund für 6,6 Milliarden Euro (12,9 Milliarden Mark) zunächst 29 Prozent der Post-Aktien an den Kapitalmarkt gebracht; mit der mehrheitlichen Übernahme des Expressversenders DHL sank der Bundesanteil dem Bericht zufolge um weitere zwei Prozent auf 69 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%