Regierung stellt Hilfe für die niederländische Luftfahrtindustrie bereit
KLM: Belastungen des 11. September höher als bisher gedacht

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat ihre bisherige Schätzung für die finanziellen Belastungen durch die Anschläge vom 11. September in den USA fast verdoppelt. "Unserer (vorläufigen) Schätzung zufolge liegen die direkten Schäden des 11. September bei mindestens 52 Mill. Euro", sagte KLM-Sprecher Bart Koster am Freitag in Amsterdam.

Reuters AMSTERDAM. Die niederländische Regierung teilte zudem mit, in ihrem am Freitag zur Beratung anstehenden Haushaltsbericht 50 Mill. Gulden (44,38 Mill. DM) an Hilfen für die niederländische Luftfahrtindustrie bereit stellen. Mitte Oktober hatte KLM mitgeteilt, möglicherweise bei der Regierung Mehrbelastungen in Höhe von 25 bis 30 Mill. Euro zu beantragen.

Die aufgetretene Differenz in den Schätzungen des Unternehmens begründete der KLM-Sprecher mit unterschiedlichen Definitionen, was unter direkten Verlusten zu verstehen ist. Die Belastungen von 25 bis 30 Mill. Euro beinhalteten lediglich die Verluste aus ausgefallenen Flügen in die USA. Die neuen Zahlen umfassten darüber hinaus auch die gestiegenen Kosten für Sicherheitsmaßnahmen, Versicherungen und Umbuchungen. Nachdem mehrere Passagiermaschinen entführt und absichtlich in das New Yorker World Trade Center und das US-Verteidigungsministerium in Washington geflogen worden waren, blieb der US-Luftraum für drei Tage vollständig gesperrt.

Die Deutsche Lufthansa hatte bei der Bundesregierung Antrag auf Beihilfen gestellt. Dem Bundesverkehrsministerium zufolge kann die Fluggesellschaft aber nicht auf die geforderten 180 Mill. Euro staatlicher Hilfen hoffen. Die Europäische Union akzeptiere nur Entschädigungen für die ersten vier Tage nach den Anschlägen vom 11. September. Nach Angaben der Lufthasa belaufen sich die Belastungen für diesen Zeitraum auf 70 Mill. Euro.

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