Regierung und Rebellen einigen sich
Friedensvertrag in Burundi unterzeichnet

Die Regierung und eine einflussreiche Rebellengruppe des ostafrikanischen Landes Burundi haben am Dienstag ein Abkommen zur Beendigung des neun Jahre währenden Bürgerkriegs unterzeichnet.

HB/dpa NAIROBI/ARUSHA. Nach monatelangen Verhandlungen in der tansanischen Stadt Arusha einigten sich Übergangspräsident Pierre Buyoya und der Anführer der "Kräfte zur Verteidigung der Demokratie" (FDD), Pierre Nkuruzinza, auf das maßgeblich von Südafrika vermittelte Abkommen.

Die FDD soll künftig als politische Partei anerkannt und in "die Machtteilung der Übergangsregierung miteinbezogen werden", heißt es in einer Erklärung. Eine weitere Rebellengruppe, die sich dem Friedensprozess bislang verweigert, soll mit Sanktionen belegt werden, sollte sie ihre Kampfhandlungen nicht einstellen.

In Burundi kämpfen seit 1993 Milizionäre vom Stamm des Mehrheitsvolkes der Hutus gegen die Minderheitenregierung der Tutsis, die nur 14 Prozent der Bevölkerung stellen. In dem Krieg starben bislang rund 300 000 Menschen. Im Rahmen des Friedensprozesses wird das Land seit einem Jahr von einer gemeinsamen Übergangsregierung beider rivalisierender Volksstämme regiert.

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