Regierung und Rebellen Kolumbiens wollen Waffenruhe

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Regierung und Rebellen Kolumbiens wollen Waffenruhe

Knapp vor Ablauf eines Ultimatums haben sich in Kolumbien Vertreter der Regierung und der linksextremen Rebellenorganisation FARC auf Gespräche verständigt, die bis zum 7. April in die Unterzeichnung eines Waffenruhe-Abkommens münden sollen.

rtr LOS POZOS. Der Verhandlungsführer der Regierung, Camilo Gomez, stellte nach rund achtstündiger Verhandlung in einer eigens dafür errichteten Anlage außerhalb des Dschungeldorfes Los Pozos gemeinsam mit dem Vertreter der Rebellen am Sonntag die Vereinbarung vor. Präsident Andres Pastrana hatte zuvor damit gedroht, sollte bis Sonntag um Mitternacht keine Einigung erzielt sein, würden die Truppen des Landes in das Gebiet einmarschieren, das den Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) als demilitarisierte Zone überlassen worden war.

An den Verhandlungen hatten Vertreter der UNO und Diplomaten verschiedener Regierungen als stille Beobachter teilgenommen. Präsident Pastrana, der seine Wahl mit dem Versprechen gewonnen hatte, den seit 37 Jahren anhaltenden Bürgerkrieg in Kolumbien zu beenden, verlängerte nach der Vereinbarung die Gültigkeit der Regelungen für die Zone der Rebellen bis 10. April. Der Sonderbotschafter der UNO, James LeMoyne, sagte, erstmals habe Kolumbien jetzt eine echte Chance, Frieden zu bekommen.

Die Rebellen sagten den Angaben von Gomez zufolge zu, die Einstellung ihrer oft spektakulären Entführungsaktionen zu überprüfen und Wege zur Beendigung der Gewalt zu suchen. Die Regierung verpflichtete sich, sich um eine Eindämmung der Gewalttätigkeiten rechtsgerichteter paramilitärischer Gruppen zu bemühen, die die Anhänger der Rebellen, oft mittellose Kleinbauern, seit langem terrorisieren.

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