Regierung will Zahlung von Beiträgen verschieben
Krankenkassen sehen sich vor Milliarden-Engpass

Die Krankenkassen sehen sich vor einem neuen Milliarden-Engpass. Grund sind Pläne der Bundesregierung, den Termin von Zahlungen der Rentenversicherung an die Krankenkassen um sechs Wochen zu verschieben, um damit einer Kritik des Bundesrechnungshofes abzuhelfen.

ap BERLIN. Die Kassen hätten in einem Brief an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt davor gewarnt, dass dadurch erhebliche Liquiditätsprobleme entstünden, berichtete die ´"Hannoversche Allgemeine Zeitung".

Der Sprecher des Bundesarbeitsministeriums in Berlin, Klaus Vater, bestätigte, dass es Gespräche über das Thema mit dem Bundesgesundheitsministerium gebe. Er versicherte, das Arbeitsministerium sehe die Schwierigkeiten der Krankenkassen. "Wir nehmen das ernst und versuchen eine Lösung zu finden", sagte er.

Der Bundesrechnungshof habe moniert, dass die Rentenversicherung durch die Überweisung des 50-Prozent-Anteils an der Krankenversicherung der Rentner zum Monatsersten Geld verschenke, erläuterte der Sprecher. Würde erst sechs Wochen später überwiesen, bedeutete dies für die Krankenkassen eine Belastung von 3,8 bis vier Mrd. Mark (um die zwei Mrd. Euro) und eine entsprechende Entlastung für die Rentenkasse. Allerdings handele es sich um einen Einmaleffekt, da danach die Zahlungen ja wieder regelmäßig erfolgten.

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