Regierungschef spricht von "verschiedenen Missverständnissen"
Koizumi weist Kritik an seiner Klimapolitik zurück

Der japanische Regierungschef Junichiro Koizumi hat Kritik an Tokios Haltung bei den Verhandlungen zum Klimaschutz zurückgewiesen. Es gebe "verschiedene Missverständnisse", sagte Koizumi am Donnerstag kurz vor seinem Abflug zum G-8-Gipfeltreffen nach Genua. Dazu zähle der Vorwurf, Japans Position sei unschlüssig. Man habe immer gesagt, man werde sein Bestes geben, damit das Klimaschutzprotokoll von Kyoto 2002 in Kraft tritt, erklärte Koizumi.

dpa TOKIO. Japan hat allerdings bisher offen gelassen, ob es das 1997 in Kyoto vereinbarte Klimaschutzabkommen ratifizieren wird. Japan kommt nach dem Ausscheren der USA aus den Vereinbarungen von Kyoto bei den Verhandlungen über die Verminderung der Treibhausgase in den Industrieländern eine Schlüsselrolle zu. Ohne eine Verständigung mit Tokio kann das Kyoto-Protokoll nicht verbindlich in Kraft treten.

Kritiker werfen Japan vor, seine Position nun auszunutzen, um die eigenen Klimaschutzverpflichtungen so weit wie möglich herunterzudrücken. Es gebe "voreingenommene Leute", die zu "jeder kleinen Bemerkung verschiedene Interpretationen" anstellten, wehrte sich Koizumi vor Reportern. Es habe jedoch keinerlei Änderungen in Japans Position gegeben. "Japan wird sein Bestes tun, damit es (das Kyoto-Protokoll) 2002 in Kraft tritt", wurde Koizumi weiter zitiert.

Vor Beginn des Klimagipfels hatte der japanische Regierungschef noch gesagt, eine Einigung in Bonn sei nicht möglich. Dort beginnen am Donnerstag die entscheidenden Ministerverhandlungen.

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