„Regionalfenster sind kein Ballast"
Medienaufsicht warnt Privatsender

Die Medienaufsicht hat die privaten Sender Sat.1 und RTL vor der Einstellung ihrer Regionalprogramme gewarnt. Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) forderte, die Lage bei Kirch nicht dazu zu nutzen, die Ausstrahlung der Regionalfenster in Frage zu stellen.

dpa DÜSSELDORF/LEIPZIG. "Die derzeit herrschende unübersichtliche Lage darf nicht dazu benutzt werden, sich von "unliebsamen Programmteilen" zu befreien", erklärte DLM-Chef Norbert Schneider nach einer Tagung am Dienstag in Leipzig.

Ein Sprecher sagte dazu, die Sender, die ihre Regionalfenster als Zuschussgeschäft bezeichneten, könnten möglicherweise anstehende Lizenzverlängerungen für eine Einstellung nutzen. Konkret geäußert hätten die Sender diese Absicht aber nicht.

"Regionalfenster sind kein Ballast, sondern Bestandteil einer Grundvereinbarung über privaten Rundfunk in Deutschland", sagte Schneider. Im 6. Rundfunkänderungsstaatsvertrag sei die Bedeutung der Regionalfenster noch einmal unterstrichen worden. Man könne durchaus der Meinung sein, dass der gegenwärtige Umfang des TV-Angebots in Deutschland auf der privaten Seite nicht bezahlbar sei. Es wäre jedoch ein völlig falsches Signal, diesen Umfang und die darin enthaltene Vielfalt ausgerechnet in der regionalen Berichterstattung zurückzunehmen.

Sat.1 strahlt je ein Fenster in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen/Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz/Hessen und Bayern aus; RTL in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen/Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

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