Regionalkommissar verweist auf Katastrophenfonds
Flut in Frankreich schmälert Deutschland-Hilfe der EU

Die deutschen Flutopfer müssen geplante Hilfen der Europäischen Union möglicherweise mit den Betroffenen in überschwemmten Gebieten Südfrankreichs teilen.

dpa/HB BRÜSSEL. Regionalkommissar Michel Barnier kündigte am Dienstag in Brüssel eine Unterstützung der EU-Kommission für die französischen Unwettergebiete an. Der Franzose Barnier verwies dabei ausdrücklich auf den geplanten Katastrophenfonds, mit dem die EU den von größeren Schicksalsschlägen heimgesuchten Regionen helfen will.

Auch Kommissionspräsident Romano Prodi deutete in einem Telegramm an den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac die Möglichkeit europäischer Hilfe für die dortigen Unwettergebiete an. "Gemeinsam werden die Europäer auf diese Katastrophen, die uns sehr nahe gehen, zu reagieren wissen", schrieb Prodi. Ein Sprecher Prodis betonte unterdessen, über die Verteilung der 500 Millionen Euro aus dem geplanten Katastrophenfonds sei noch nicht entschieden. "Es ist noch zu früh, etwas zur Funktionsweise des geplanten Hilfsfonds zu sagen", sagte der Sprecher.

Am Mittwoch kommender Woche will die Brüsseler Behörde ihre Vorschläge für den Fonds vorlegen. Anhand dieser Kriterien soll später festgelegt werden, welcher Betrag aus den Mitteln für welche Katastrophenschäden ausgezahlt wird. Barniers Behörde erklärte, die betroffenen Departements könnten Geld aus den EU-Strukturfonds zur Reparatur der Flutschäden verwenden. Das hat die Kommission auch für die deutschen Hochwassergebiete angeboten.

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