Registrierte Arzneimittel grundsätzlich sicher
Bundesbehörde: Gefahr von BSE-Übertragung durch Medikamente "gering"

dpa BONN. Die Gefahr einer Übertragung von BSE auf den Menschen durch zugelassene Arzneimittel ist nach Darstellung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) "gering". Zugelassene oder registrierte Arzneimittel könnten trotz der auch bei deutschen Rindern nachgewiesenen BSE-Fälle "grundsätzlich als sicher" eingestuft werden, teilte das Bundesinstitut am Dienstag in Bonn mit. Aus Gelatine hergestellte Kapselhüllen von Tabletten stellten kein Infektionsrisiko dar.

Das BfArM habe bereits Anfang der 90er Jahre in Form von Empfehlungen oder Anordnungen Vorsorge getroffen, dass das Risiko einer BSE-Infektion durch Arzneimittel "auf ein äußerst geringes Maß" gesenkt werde. Nachdem in Deutschland bei Rindern BSE- Infektionen nachgewiesen wurden, habe sich auch die Sicherheitseinstufung bei Arzneimitteln geändert. Die Zulassung werde automatisch widerrufen, falls bei einem Medikament die Sicherheitsanforderungen auch nach risikomindernden Maßnahmen durch die Hersteller nicht erfüllt würden.

Bereits seit 1994 würden alle Medikamente, die unter Verwendung von Körperbestandteilen oder Produkten von Wiederkäuern hergestellt würden, besonders geprüft und anhand von so genannten Sicherheitspunkten klassifiziert. Gemäß dieser Bewertung werde ein Arzneimittel als sicher eingestuft, wenn das errechnete Infektionsrisiko nicht höher sei als das natürlicherweise bestehende Risiko, an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) zu erkranken.

In Deutschland werde mehr als die Hälfte aller Arzneimittel unter Verwendung von Wirk- oder Hilfsstoffen aus tierischen Materialien hergestellt. Sehr häufig seien Gelatine, die für Kapselhüllen benötigt wird, sowie Milchzucker und Stearate in Tabletten enthalten. "Es besteht kein Infektionsrisiko, wenn Arzneimittel mit diesen Hilfsstoffen eingenommen werden."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%