Regulierer rät Verbraucher abzuwarten
"Rufnummern-Mitnahme nicht überstürzen"

Die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) rät Verbrauchern zum Abwarten bei der Mitnahme einer Mobilfunknummer zu einem neuen Anbieter.

ddp/vwd BONN. Die Kunden sollten zunächst beobachten, wie sich die einzelnen Mobilfunkunternehmen beim Wechsel eines Kunden verhalten werden, erläuterte die Behörde am Mittwoch in Bonn. Ab 1. November können Mobilfunkrufnummern auch bei einem Anbieterwechsel beibehalten werden. Bisher hatte der Verlust der Rufnummer in einem solchen Fall viele Verbraucher von einem Wechsel abgehalten.

Die Behörde wies darauf hin, dass für die Nummernmitnahme dem Verbraucher vom abgebenden Mobilfunkanbieter nach dem Telekommunikationsgesetz "nur diejenigen Kosten in Rechnung gestellt werden können, die einmalig beim Wechsel eines Kunden entstehen". Die Mobilfunkunternehmen seien zunächst am Zuge, diese Kosten intern zu ermitteln und festzulegen. Dabei könnten, je nach Unternehmen, auch unterschiedliche Kosten vorhanden sein. Es sei nicht zwingend, dass alle Unternehmen die gleiche Wechselgebühr verlangen. Die Regulierungsbehörde würde bei der Wechselgebühr nur dann gefordert sein, wenn der Verdacht bestünde, dass diese nicht durch die einmaligen Kosten begründet wäre und der Verdacht auf einen Missbrauch erhoben würde.

Voraussetzung für die im Fachjargon Portierung genannte Nummernmitnahme ist der Abschluss eines Vertrags mit einem neuen Mobilfunkanbieter und die Beendigung des Vertrags mit dem bisherigen Anbieter. Die Portierung selbst muss beim neuen Mobilfunkanbieter beauftragt werden und kann frühestens am Tag der Beendigung des alten Vertrags erfolgen.

Wie die RegTP betont, muss der Portierungsauftrag spätestens bis zum 31. Tag nach Beendigung des alten Vertrags über den aufnehmenden Anbieter beim abgebenden Anbieter eingegangen sein. Ansonsten sei die Mobilfunkrufnummer nicht mehr für den bisherigen Nutzer verfügbar. Maßgeblich ist dabei nicht das Datum der Kündigungserklärung, sondern der Zeitpunkt, zu dem die Kündigung wirksam wird.

Laut RegTP müssen Mobilfunkanbieter, die für Anrufe in die verschiedenen Mobilfunknetze unterschiedliche Preise verlangen, ihren Kunden zukünftig eine Möglichkeit schaffen, sich zu informieren, welche Rufnummer in welchem Netz geschaltet ist. Dies ergebe sich aus der allgemeinen Preisauszeichnungspflicht.

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