Regulierungen belasten vor allem den Mittelstand
DIHT fordert mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt

adx BERLIN. Die Bundesregierung tut nach Ansicht des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) zu wenig für die Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt. Deutliche Impulse in diese Richtung und geringere Lohnkostenbelastung sind für die Unternehmen die wichtigsten Kriterien für mehr wettbewerbsfähige Jobs, heißt es in einem heute in Berlin veröffentlichten DIHT-Papier. Der Arbeitsmarkt dürfe daher nicht durch weitere Regulierungen belastet werden. Eine Einschränkung der befristeten Beschäftigungsverhältnisse wie auch die geplante Reform des Erziehungsurlaubes würde besonders die mittelständischen Unternehmen in ihrer Anpassungsfähigkeit einschränken und ihrer Wettbewerbsfähigkeit schaden.

"Beispielhaft negativ" für die Vorgehensweise des Gesetzgebers seien die Regulierungen des vergangenen Jahres, die Neuregelung der 630-Mark-Jobs, das Gesetz zur Scheinselbstständigkeit und die Rücknahme der Reform des Kündigungsschutzes. Der beabsichtigte Schutz des Arbeitnehmers werde damit nicht erreicht, stellt der DIHT fest. Dagegen verhindere die damit einhergehende Belastung der Unternehmen eine höhere Beschäftigung. Flexiblere Beschäftigungsverhältnisse erleichterten gerade den mittelständischen Unternehmen Neueinstellungen. Außerdem seien sie wirksamer als viele Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Der DIHT sieht aber auch die Unternehmen selbst in der Pflicht, ihre Flexibilisierungs-Möglichkeiten noch stärker zu nutzen. Bislang würden überwiegend traditionelle Formen wie Jahresarbeitskonten oder Gleitzeit mit Kernzeit genutzt. Moderne Varianten wie Lebensarbeitskonten oder Telearbeit seien hingegen noch zu wenig verbreitet. Die IHK-Organisation werde sich dieses Themas für ihre Mitgliedsunternehmen intensiver als bisher annehmen.

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