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Regulierungsbehörde begründet Großhandelsflatrate mit Verbraucherinteressen

ddp BONN. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) begründet ihre Entscheidung für die Einführung eines Großhandels-Pauschaltarifs für den Internet-Zugang mit der Sicherung des Wettbewerbs und Verbraucherinteressen. Durch die Einführung einer so genannten Großhandelsflatrate für die Nutzung der Telekomleitungen ab Februar 2001 würde das unternehmerische Risiko "ausgewogener zwischen der Deutschen Telekom und den Internet Service Providern (ISP) verteilt", sagte Behördenchef Klaus-Dieter Scheuerle am Donnerstag in Bonn laut Redemanuskript.

Dass das bisherige Geschäftsmodell, bei dem Provider der Telekom 1,5 Pfennig pro Online-Minute zahlen, nicht funktioniere, zeige das "Flatrate-Sterben" der jüngsten Vergangenheit. Um den unternehmerischen Spielraum für die Telekom nicht einzuschränken, würde die Behörde jedoch keinen konkreten Preis für einen Zeit unabhängigen Pauschaltarif vorschreiben.

Nach Überzeugung der Regulierungsbehörde sind Flatrate-Angebote wichtig für die Dynamik des Internet-Wachstums in Deutschland. Pauschaltarife trügen dazu bei, das Medium für den Massenmarkt zu öffnen. Bei steigenden Nutzerzahlen und gleichzeitig zunehmender Online-Zeit pro Surfer sei ein von der Telekom angeführte Kapazitätsproblem "nicht völlig von der Hand zu weisen". Deshalb verpflichtet die Behörde den Bonner Telefonriesen zugleich zum Ausbau seiner Leitungen.

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