Regulierungsfragen
Daimler-Chrysler verliert nach Klage eines Großaktionärs

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien des DaimlerChrysler-Konzerns haben am Dienstag deutliche Kursverluste im Dax hingenommen. Um 15.05 Uhr verloren die Papiere 2,24% auf 46,30 Euro. Die Standardwerte im Dax notierten zur gleichen Zeit mit einem Verlust von 0,97 % ebenfalls im Minus bei 6 631,43 Punkten. Die DaimlerChrysler-Aktie geriet nach Meinung von Händlern unter Druck, nachdem der Großaktionär Kirk Kerkorian den Konzern und den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp wegen Betrugs verklagt hat und einen Schadenersatz in Höhe von 9 Mrd. US-$ verlangt.

Ein Händler einer großen deutschen Bank sagte, die Klage sei sicherlich schlecht für den Konzern. DaimlerChrysler selbst hat die Vorwürfe mittlerweile als "völlig unbegründet" zurückgewiesen. Gegenwärtig prüfe man aber noch die Klage, hieß es hierzu von Seiten des Konzerns.

In einer Stellungnahme warnte das Münchener Privatbankhaus Merck Finck & Co vor einer Welle von neuen Klagen. Die könnten eingereicht werden, falls ehemalige Chrysler-Investoren die Möglichkeit einer Entschädigung sehen. Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin bewerten die Erfolgschancen der Klage als gering. Sie verstärke aber die Unsicherheiten im Umfeld des Konzerns. Die seien durch die angekündigten Umstrukturierungen bei der US-Tochter bereits groß genug.

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