Rehhagel bleibt Favorit für vakanten Trainerposten
„MV" soll heute auf erneute Kandidatur verzichten

Die Trainerfindungskommission will eine Kampfabstimmung um das Amt des DFB-Präsidenten unbedingt verhindern und übt deshalb sanften Druck auf den Amtsinhaber aus. Dabei hat sie selbst genug Probleme, denn es hagelt Absagen für die Völler-Nachfolge.

BERLIN. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gerät bei der Suche nach einem Bundestrainer zunehmend in Schwierigkeiten. Nach Ottmar Hitzfeld haben mit Volker Finke vom SC Freiburg, dem dänischen Nationaltrainer Morten Olsen und Arsene Wenger von Arsenal London weitere Kandidaten abgesagt. Favorit für die Nachfolge des zurückgetretenen Rudi Völler bleibt damit der griechische Nationaltrainer Otto Rehhagel.

Nach der Krisensitzung des DFB-Präsidiums am Montag hatte die neue Trainerfindungskommission mit Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, Generalsekretär Horst R. Schmidt und Franz Beckenbauer als Organisationschef der WM 2006 gleich erste Aufgaben verteilt. Inzwischen soll es einen ersten Kontakt zu Rehhagel gegeben haben. Rehhagel hat in Griechenland einen Vertrag bis 2006. Am Donnerstag räumte der griechische Verbandschef Vassilis Gagatsis jedoch ein, dass Rehhagel nicht zu halten sei, sollte er sich für seine Heimat entscheiden.

Unterdessen ist der DFB bemüht, den Machtkampf zwischen Mayer-Vorfelder und Schatzmeister Theo Zwanziger so schnell wie möglich zu beenden. In Frankfurt am Main wird heute eine Kommission zusammentreffen, die eine Kampfkandidatur um das Präsidentenamt verhindern soll. Unwahrscheinlich ist, dass Zwanziger seine Kandidatur zurückzieht. Deshalb wird die Kommission wohl versuchen, Mayer-Vorfelder schon heute zum Verzicht zu bewegen. "Wir müssen ihm eine goldene Brücke bauen", sagte Hessens Verbandschef Rolf Hocke.

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