Reichster Mann ist Edward Kelley
Alan Greenspan und Kollegen leiden unter Aktienbaisse

Die anhaltende Flaute am Aktienmarkt verschont auch US-Notenbankchef Alan Greenspan und seine Kollegen nicht.

dpa-AFX WASHINGTON. Im Durchschnitt des vergangenen Jahres verlor das Millionen-Vermögen der Gouverneure der Notenbank Fed neun Prozent an Wert, wie die Experten der US-Finanzmarktfirma Financial Market Center am Mittwoch (Ortzeit) unter Berufung auf die Steuererklärungen der Währungshüter schätzten.

Der durchschnittliche US-Bürger verlor durch die nachlassenden Kurse im Jahr 2000 zwei Prozent seines Vermögens. Greenspan, dessen Einschätzungen an den Märkten rund um den Globus stets äußerst aufmerksam verfolgt werden, hatte das Niveau der Aktienkurse in den USA mehrfach als übertrieben kritisiert.

Von der Armutsgrenze bleiben die Hüter des Dollar indes weit entfernt: Nach Angaben von Financial Market Center verfügten die fünf Fed-Gouverneure im vergangenen Jahr noch über zusammengerechnet mindestens 17,3 Millionen Dollar (rund 37 Millionen Mark/18,9 Millionen Euro) Privatvermögen. 1999 waren es mindestens 19 Millionen Dollar gewesen, die Hauptwohnungen nicht eingerechnet.

Reichster Mann im kleinen Kreis der US-Notenbanker ist demnach Edward Kelley mit 6,6 bis 16,6 Millionen Dollar. Als einziger der fünf machte Kelley auch im vergangenen Jahr Plus: Seine Finanzmarkt-Investitionen gewannen 28 bis 42 Prozent an Wert. Er lag damit noch vor Greenspan (4,2 bis 12,1 Millionen Dollar), dessen Anlagen um 17 bis 24 Prozent im Wert sanken. Am untersten Ende der Liste liegt Lawrence Meyer mit 1,3 bis 3,4 Millionen Dollar.

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