Reifenrückruf belastet
Gewinn von Bridgestone eingebrochen

Der Gewinn des japanischen Reifenherstellers Bridgestone ist im Jahr 2000 in Folge einer Rückrufaktion der US-Tochter Firestone eingebrochen.

Reuters TOKIO. Der konsolidierte Nettogewinn sei um 80 % auf 17,74 Mrd. Yen (rund 327,6 Mill. DM) und somit auf den tiefsten Stand seit 1991 gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Gewinneinbruch reflektiere den Verlust von etwa 750 Mill. $, der durch die Rückrufaktion von mehr als sechs Millionen Reifen verursacht worden war. Die fehlerhaften Reifen waren mit mehr als 170 tödlichen Unfällen, hauptsächlich in den USA, in Verbindung gebracht worden.

"Wir können nicht mit Sicherheit sagen, wann der Umsatz mit Firestone-Reifen wieder anzieht", teilte Bridgestone-Präsident Yoichiro Kaizaki auf einer Pressekonferenz mit. Es werde aber alles getan, um den guten Ruf der Marke wieder herzustellen und Bridgestone/Firestone im zweiten Halbjahr 2002 wieder profitabel zu machen, fügte er hinzu. Im Jahr 2000 hatte Firestone einen Nettoverlust von 510 Mill. $ ausgewiesen. Für 2001 wird mit einem Verlust von 200 Mill. $ gerechnet. "Wir gehen davon aus, dass der Absatz von Reifen in den USA auf Grund der sinkenden Nachfrage wegen der geringeren Produktion von Neuwagen und Lastwagen weiter nachlässt", erklärte Bridgestone.

Die Aktien von Bridgestone haben seit dem Beginn der Untersuchungen der amerikanischen Behörden im August des vergangenen Jahres mehr als 50 % ihres Wertes verloren.

Vor Bekanntgabe der Zahlen gaben die Papiere am Tokioter Aktienmarkt um 1,13 % nach. Der Nikkei-Index hatte um 0,20 % schwächer notiert.

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