Reine one-to-one-Zusammenschlüsse sind nicht attraktiv
Börse ist "offen" für Kooperationen mit mehreren Partnern

Die Bayerische Börse, München, hat aufgeschlossen auf eine Andeutung der comdirect bank AG, Quickborn, zur Kooperation reagiert. Reine "one-to-one-Zusammenschlüsse" zwischen einer Börse, einem Makler und einer Direktbank, nach Vorbild der ConSors-Kooperation mit der Berliner Börse, lehnt der Bayerische Handelsplatz aber ab.

vwd MÜNCHEN. Die Bayerische Börse, München, hat aufgeschlossen auf eine Andeutung der comdirect bank AG, Quickborn, zur Kooperation reagiert. Nach Magazinmeldungen hatte comdirect-Vorstand Bernt Weber eine mögliche Beteiligung seines Unternehmens an einem deutschen Börsenplatz angekündigt und dabei auch die Münchener Börse als Kandidaten genannt. Bei der Bayerischen Börse sei er mit dieser Absicht noch nicht vorstellig geworden, erklärte Sprecherin Christine Bortenlänger von der Bayerischen Börse am Montag in München. Generell sei der Handelsplatz aber "sehr daran interessiert, dass sich im Börsenwesen Grundlegendes ändert".

Es seien sowohl Kooperationen als auch Fusionen denkbar. Reine "one-to-one-Zusammenschlüsse" zwischen einer Börse, einem Makler und einer Direktbank, nach Vorbild der ConSors-Kooperation mit der Berliner Börse, lehnt der Bayerische Handelsplatz aber ab. "Es ist unser Kerngeschäft, einen Markt zu schaffen - und keine Monopolstruktur", kommentierte Bortenlänger. Vorerst seien Kooperationen in Einzelfällen denkbar, "wenn den Kunden dadurch ein zusätzlicher Service geboten werden kann". Das könnte der direkte Handel über Treuhänder sein oder die Lieferung von Real Time-Kursen.

Die Fusion mit anderen Börsenplätzen werde bei der Bayerischen Börse erwogen, sei aber wegen unterschiedlicher Trägerstrukturen "sehr schwer umzusetzen". Entgegen früheren Meldungen sei die Stuttgarter Börse jedoch "nicht die Nummer eins auf unserer Prioritätenliste", sagte die Sprecherin weiter.

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