"Reine Sachauseinandersetzung" führte zur Ablösung
Middelhoff verteidigt Börsenplan

Der scheidende Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns Bertelsmann, Thomas Middelhoff, befürchtet schwer wiegende Wettbewerbsnachteile für den Medienkonzern, falls die von ihm betriebenen Börsenpläne aufgegeben werden.

hps/pos DÜSSELDORF. "Ich bin der Auffassung, dass das Management die Flexibilität haben muss, dieses Unternehmen mittel- und langfristig auch börsennotiert weiterentwickeln zu können." Andernfalls sei ein Großunternehmen wie Bertelsmann auf Dauer kaum international wettbewerbsfähig, sagte der 49-Jährige gegenüber der ARD-Sendung "Tagesthemen". Damit kritisiert er den Kurs der Mehrheitsgesellschafter. Diese waren nicht mehr bereit, Middelhoffs Börsenpläne weiter zu stützen.

Der Medienmanager sieht den Konzern in exzellenter Verfassung: "Bertelsmann ist das einzige Medienunternehmen, das keine Probleme hat. Wir werden ein Halbjahresergebnis von zirka 3 Mrd. Euro haben", sagte er. Operativ sei dies 750 Mill. Euro besser als im Vorjahreshalbjahr. "Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können." AOL Time Warner und Vivendi Universal hätten dagegen existenzielle Probleme.

Zu den Hintergründen seiner Ablösung hielt sich Middelhoff bedeckt. Er erklärte nur, dies sei eine "reine Sachauseinandersetzung" gewesen, möglicherweise angereichert um unterschiedliche Interpretationen der Führungsarbeit."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%