Reine Vorsichtsmaßnahme
Polizei nimmt in Gelsenkirchen 39 Asiaten in Quarantäne

Die Polizei in Gelsenkirchen hat am Mittwoch 39 Asiaten in Quarantäne genommen, um eine mögliche Ansteckungsgefahr durch die Lungenkrankheit Sars auszuschließen.

Reuters DÜSSELDORF. 36 Asiaten seien von Anwohnern beobachtet worden, als sie aus einem Lastwagen stiegen und in ein Gebäude gegangen seien, sagte ein Polizeisprecher. Die alarmierte Polizei habe die Wohnung durchsucht und die Menschen mitgenommen. "Insgesamt 39 Leute werden nun zur Quarantäne für zehn Tage in eine Turnhalle gebracht", sagte der Sprecher der Polizei, Friedhelm Mruk. Neben den Asiaten aus dem Lastwagen seien auch die Asiaten in der Wohnung von der Polizei abgeführt worden. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", betonte der Sprecher. Es gehe unter anderem darum, auch mögliche Ansteckungsgefahren durch Sars auszuschließen. Der Leiter des Gesundheitsamtes habe keinen konkreten Krankheitsverdacht festgestellt, sagte der Sprecher weiter. Es sei unbekannt, woher die Asiaten stammen und ob sie sich legal in Deutschland aufhielten.

Verdachtsfall in Baden-Württemberg

Im Rhein-Neckar-Kreis waren nach Angaben des baden-württembergischen Sozialministeriums vom Mittwoch bei einer Patientin die für Sars typischen Symptome festgestellt worden, nachdem sie von einem China-Urlaub zurückgekehrt war. Die Frau werde in einer Universitätsklinik beobachtet. Ob es sich tatsächlich um Sars handele, werde endgültig aber erst nach Abschluss der medizinischen Untersuchungen feststehen.

Das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) wurde zuerst im November in Südchina beschrieben und hat sich inzwischen auf etwa 30 Staaten ausgebreitet. Weltweit sind über 600 Menschen bislang an der Krankheit gestorben.

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