Reingewinn geht zurück - Umsatz steigt
Spielekonsolen machen Sony Freude

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat entgegen den Erwartungen im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal einen Rekordumsatz und einen höheren operativen Gewinn erzielt.

Reuters TOKIO. "Wir hatten dabei auch den Vorteil des schwachen Yen, wodurch wir unsere Prognose erhöhen konnten", sagte der Finanzchef des weltgrößten Herstellers von Unterhaltungselektronik am Freitag in Tokio. Bei einem schwachen Yen erhöht sich der Wert der ausländischen Erträge beim Umtausch in Yen. Bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen des bis zum 31. März 2002 laufenden Geschäftsjahres am Freitag in Tokio erhöhte Sony außerdem die Prognose für den Betriebsgewinn für das Geschäftsjahr 2001/2002. Nachbörslich stiegen Sony-Aktien deutlich.

"Für die Erhöhung der Gesamtjahresprognose und die Quartalszahlen kann die Firma dem schwächeren Yen und den gesunden Verkaufszahlen der Spielkonsolen danken", kommentierte Fondsverwalter Hajime Yagi von Meiji Dresdner Asset Management. "Und dieser Trend geht wahrscheinlich im laufenden Quartal weiter. (...) Unsere Ängste vor dem Weihnachtsgeschäft haben sich als völlig unbegründet herausgestellt." Sony-Manager hatten indes bereits gesagt, sie erwarteten nach den Anschlägen vom 11. September, dass die Menschen eher zu Hause blieben und daher mehr Geld für Unterhaltung im eigenen Heim ausgäben.

Auch die Spielkonsole Playstation 2 werfe nun Gewinne ab, hieß es von Sony. Nachdem die Entwicklungs- und Vermarktungskosten sechs Quartalen in Folge Verluste brachten, wies die Spiele-Sparte einen operativen Gewinn von 66,4 Mrd. Yen aus nach knapp 14 Mrd. Yen Verlust ein Jahr zuvor.

Obwohl der Reingewinn im Konzern den Angaben nach im Quartal zum 31. Dezember 2001 um 14,4 % auf 64 Mrd. Yen fiel, stieg der operative Gewinn knapp ein Zehntel auf 158,6 Mrd. Yen und lag so über den Analysten-Prognosen von 110 bis 130 Mrd. Yen. Auch der Umsatz erhöhte sich auf 2,29 Billionen Yen (19,4 Mrd. Euro) von 2,13 Billionen Yen im Vorjahreszeitraum.

Sony erhöhte zudem die Prognose für den operativen Gewinn im Geschäftsjahr 2001/2002 auf 130 Mrd. Yen von 120 Mrd. Yen und für den Umsatz auf 7,55 Billionen Yen von 7,50 Billionen Yen. Sony würde damit 2001/2002 bei einem höheren Umsatz trotzdem weniger als im vorangegangenen Jahr verdienen. Im Jahr 2000/2001 hatte Sony bei einem Umsatz von 7,31 Billionen Yen einen operativen Gewinn von 225,35 Mrd. Yen erzielt.

Auch die Elektronik-Sparte von Sony erholte sich im Berichtsquartal. In diesem Bereich sei nach einem Verlust im zweiten Quartal ein operativer Gewinn von 70,6 Mrd. Yen erzielt worden. Zu diesem Ergebnis hätten vor allem die starken Umsätze der Konsumelektronikprodukte wesentlich beigetragen, hieß es. Das operative Gewinn der Sparte sei allerdings damit noch um 47 % niedriger gewesen als im Vorjahr. Im Gesamtjahr 2001/2002 rechnet Sony mit einem Rückgang des operativen Gewinns der Sparte um 95 %.

Im außerbörslichen Instinet-Handel stiegen Sony-Aktien auf 6400 Yen. An der Tokioter Börse hatten sie bereits vor Veröffentlichung der Zahlen fast zwei Prozent auf 6200 Yen zugelegt.

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