Reingewinn stieg um 30 Prozent
VW trotz schwacher Konjunktur auf Wachstumskurs

Der Volkswagen-Konzern hat im abgelaufenen zweiten Quartal Umsatz und Gewinn im Rahmen der Markt-Erwartungen gesteigert und geht trotz anhaltend schwacher Inlandsnachfrage weiterhin von Zuwächsen im Gesamtjahr aus. Von April bis Juni sei das Vorsteuerergebnis um 17,4 Prozent auf 805 Millionen Euro gestiegen, teilte der Wolfsburger Autobauer am Freitag mit.

Reuters HANNOVER. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent auf 23,743 Milliarden Euro gewachsen, der Reingewinn um knapp 13 Prozent auf 444 Millionen Euro. Der Kurs der VW-Aktie legte zu.

Analysten hatten für das zweite Quartal im Schnitt ein Ergebnis von 810 Millionen Euro vor Steuern und einen Überschuss von 469 Millionen Euro bei einem Umsatz von 22,9 Milliarden Euro prognostiziert. Die genannten Zahlen und Schätzungen beziehen sich auf die Bilanzierung nach deutschem HGB. Nach dem internationalen IAS-Regelwerk, auf das VW in diesem Jahr seinen Bilanz umstellt, blieb der Autokonzern im zweiten Quartal allerdings unter den Erwartungen der Analysten. Die Ergebnisse nach IAS fielen mit 1,115 Milliarden Euro vor Steuern und 624 Millionen Euro beim Reingewinn zwar deutlich höher als nach HGB aus, erreichten aber nicht das Niveau der meisten Analystenprognosen. Diese hatten den Gewinn nach IAS im Schnitt mit 1,214 Milliarden Euro vor Steuern und 731,8 Millionen Euro nach Steuern vorhergesagt.

Im ersten Halbjahr bleibt VW nach HGB-Berechnung auf Rekordkurs. Bei einem Umsatzanstieg von 9,9 Prozent auf 46,773 Milliarden Euro wuchs das Vorsteuerergebnis um 16,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Der Reingewinn stieg nach sechs Monaten um sogar 30 Prozent auf 833 Millionen Euro. Analysten gingen bereits bei der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal 2001 davon aus, dass VW-Chef Ferdinand Piech in seinem voraussichtlich letzten vollen Amtsjahr das VW-Ergebnis auf ein neues Rekordniveau heben wird.

Für den Ergebnisanstieg im zweiten Quartal machte VW vor allem die Marken Volkswagen und Audi sowie die gute Entwicklung in Nordamerika und Asien-Pazifik verantwortlich. Der Absatz des Konzerns stieg eigenen Angaben zufolge im Berichtszeitraum weltweit um 4,5 Prozent auf 1,393 Millionen Autos, ging in Deutschland jedoch um 1,4 Prozent auf 267 000 zurück.

Auch für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres zeigte sich VW zuversichtlich und kündigte weitere Verbesserungen bei Umsatz und Ergebnis an - trotz erkennbarer Marktschwächen in einigen Ländern, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Absatzrückgänge in Deutschland könnten auch weiterhin - wie schon im ersten Halbjahr - durch höhere Auslandsverkäufe mehr als kompensiert werden. Um die Ergebnisziele zu erreichen, würden bei allen Marken und in allen Regionen die Maßnahmen zur Kostensenkung fortgeführt.

Allerdings ist VW von der angestrebten Umsatzrendite von 6,5 Prozent noch deutlich entfernt. Nach HGB wies VW für das erste Halbjahr eine Rendite von 3,2 Prozent aus, bei 3,4 Prozent im zweiten Quartal. Nach IAS liegt VW nach sechs Monaten allerdings bereits bei 5,2 Prozent.

Der aktuelle Kursverlauf der VW-Aktie

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