Reinigungskosten in Millionenhöhe sollen eingespart werden
Bahn will Rauchen im Bahnhof einschränken

Die Deutsche Bahn (DB) will die meisten ihrer 6000 Bahnhöfe zu Nichtraucher-Zonen erklären. Bereits im nächsten Jahr solle das Rauchverbot in einer ersten Phase bundesweit in mehr als 100 Bahnhöfen verhängt werden, berichtet das Bielefelder "Westfalen-Blatt" in seiner Donnerstagausgabe.

dpa BIELEFELD. In insgesamt 250 Bahnhöfen verfüge die DB noch über eigenes Service-Personal, um die Einhaltung des Rauchverbots auch kontrollieren zu können. An vielen Haltestellen sei eine solche Kontrolle aber nicht möglich, sagte ein Bahnsprecher. So gebe es lediglich in 3000 der 6000 Bahnhöfe eine Empfangshalle.

Durch das Rauchverbot als neue Sauberkeits-Offensive erhoffe sich die DB weniger Zigarettenabfälle im Gleis, schreibt das Blatt. "Wir wollen weg von Gleisen, die wie Aschenbecher aussehen", hatte Konzernchef Hartmut Mehdorn schon im Juni angekündigt. Jährlich könnten Reinigungskosten in Millionenhöhe eingespart werden.

In einem Pilotprojekt war das Rauchverbot drei Monate in Bonn getestet worden. Im Bahnhof waren hierfür eigens gekennzeichnete Raucherbereiche eingerichtet worden. Bonn habe sich bestens bewährt, teilte die Bahn mit. Es hätten keine Bußgelder, 30 Mark pro Verunreinigung, verhängt werden müssen. Die aufwendigen Gleisreinigungen in Bonn, pro Einsatz mehr als 10 000 Mark (5100 Euro), könnten nun gespart werden.

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