Reise zum Roten Planeten dauert sechs Monate
"Odyssey" auf dem Weg zum Mars

Benannt wurde die Sonde "Mars Oydssey" nach dem Roman und Film "2001: A Space Odyssey", wozu der Autor Arthur C. Clarke auch sein Einverständnis gab. Aber eine Odyssee, eine Irrfahrt, soll es auf keinen Fall werden.

Die NASA-Ingenieure haben nach dem kläglichen Scheitern der letzten beiden Marsmissionen alle Tests mehrfach ausgeführt. Mill. Dollar wurden dafür zusätzlich bereit gestellt. "Darüber hinaus weiß ich nicht, was wir noch tun könnten", erklärte Weiler. "Diese Mission muss erfolgreich sein, keine Frage."

Eine halbe Stunde nach dem Start verließ die "Mars Odyssey" wie geplant die Umlaufbahn der Erde. In sechs Monaten soll die Sonde den Mars erreichen und den Planeten zweieinhalb Jahre zu geologischen Studien umkreisen. Eine Landung ist nicht geplant. Hauptziel des 297 Mill. Dollar (650 Mill. DM/332 Mill. ?) teuren Einsatzes ist die Suche nach Spuren von oder den Grundlagen für Leben, wie der Geologe Phil Christensen der Universität von Arizona erklärte. Die Sonde werde deshalb auf dem Mars unter anderem nach Wasser suchen. Außerdem sollen die Bilder von dem Planeten bei der Suche nach einem geeigneten Landeplatz für künftige Raumfahrzeuge dienen.

Christensen hofft, auf dem Mars heiße Quellen zu entdecken, die als Landepunkte ideal wären. Mit Infrarotkameras wollen die Forscher nach warmen Stellen auf der dunklen und kalten Seite des Planeten suchen. Die Instrumente an Bord sollen den Mars nach silikathaltigen Steinen absuchen und Mineralien im Boden identifizieren. Außerdem soll die Strahlung gemessen werden, um zukünftige bemannte Missionen besser zu schützen.

Auch die beiden letzten Marsmissionen der NASA hatten einen glänzenden Start. Dann verschwand der 125 Mill. Dollar teure "Mars Climate Orbiter" im All. Ursache war ein Fehler bei der Umrechnung von Daten. Eine Gruppe von Ingenieuren berechnete die Navigation in englischen Einheiten, die andere in metrischen. Nur zehn Wochen später riss der Kontakt zur 165 Mill. Dollar teuren Raumsonde "Mars Polar Lander" ab. Vermutlich wurde ein Triebwerk zu früh abgeschaltet, weshalb die Sonde wahrscheinlich auf dem Planeten abstürzte.

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