Reiseführer wollte Urlauber gegen Söhne eintauschen
Entführer von Luxor zu 15 Jahren Haft verurteilt

Im Prozess um die Geiselnahme von vier deutschen Touristen in Luxor ist der Entführer am Donnerstag zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

dpa KAIRO. Der Reiseführer hatte im März versucht, Urlauber aus Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen gegen seine beiden Söhne aus zweiter Ehe einzutauschen. Der Staatsanwalt hatte lebenslange Haft für den 46 Jahre alten Mann gefordert. Vier Mitangeklagte wurden vom Gericht in Kairo zu ein bis fünf Jahren Haft verurteilt.

Ibrahim Ali el Said Mussa hatte seine Opfer in seiner Wohnung gelockt, angekettet und damit gedroht, sie umzubringen, wenn seine bei ihrer Mutter in Baden-Württemberg lebenden Söhne nicht nach Ägypten zurückkämen. Nach 60 Stunden gab der übermüdete Geiselnehmer schließlich auf.

Der Angeklagte hatte im Prozess versucht, sich als Opfer darzustellen. Er und seine Familie behaupteten, er habe seine Söhne in Deutschland besuchen wollen. Sein Visums-Antrag sei aber abgelehnt worden. Die deutschen Behörden erklärten dagegen, er habe nie einen Antrag gestellt - wahrscheinlich weil er wusste, dass er mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde.

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