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Reisekonzern Tui startet Verkauf der Schienenlogistik-Tochter VTG

Der Reisekonzern Tui sucht derzeit intensiv nach einem Käufer für die Tochtergesellschaft VTG. "Wir beginnen im Spätherbst mit der Ausschreibung. Der Verkauf wird aber nicht mehr 2004 über die Bühne gehen, sondern erst 2005", sagte nach einem Bericht der "Welt" (Mittwoch) Tui-Chef Michael Frenzel vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Beim Verkauf der Stahlhandelstochter Preussag Stahl North America werde sich Tui dagegen mehr Zeit lassen als bislang angekündigt, hieß es weiter.

dpa-afx HAMBURG. Der Reisekonzern Tui sucht derzeit intensiv nach einem Käufer für die Tochtergesellschaft VTG. "Wir beginnen im Spätherbst mit der Ausschreibung. Der Verkauf wird aber nicht mehr 2004 über die Bühne gehen, sondern erst 2005", sagte nach einem Bericht der "Welt" (Mittwoch) Tui-Chef Michael Frenzel vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Beim Verkauf der Stahlhandelstochter Preussag Stahl North America werde sich Tui dagegen mehr Zeit lassen als bislang angekündigt, hieß es weiter.

Als wichtigster Interessent für VTG, Europas größten Betreiber von Kesselwagentransporten auf der Schiene, gelte in der Branche die Deutsche Bahn, schreibt die Zeitung. In diesem Geschäft sei die Bahn noch nicht vertreten. Mit einem Bestand von etwa 30 000 Kesselwagen sei die Hamburger VTG vor den Konkurrenten KVG aus Deutschland, Ermewa aus Frankreich oder Wascosa aus der Schweiz Marktführer. Die Deutsche Bahn könnte sich durch den Kauf ein neues Geschäftsfeld sichern, das wegen der langfristigen Kundenbeziehungen stetige Renditen sichere, hieß weiter.

"Dieses Transportgeschäft ist sehr kapitalintensiv", begründete Frenzel laut "Welt" den Verkauf. Die VTG Schienenlogistik erreichte den Angaben zufolge im Jahr 2003 einen Umsatz von 403 Mill. ? und ein Betriebsergebnis von 21 Mill. ?. In dem Ergebnis war noch der zweite Firmenteil, die Speziallogistikfirma Lehnkering, enthalten. Tui hat Lehnkering im Frühjahr an den Finanzinvestor Triton abgegeben.

Das zurückgenommene Tempo der Verkaufsbemühungen von Preussag Stahl North America begründete Frenzel der "Welt" zufolge mit dem außerordentlichen Boom beim Stahlhandel. Statt wie in den Vorjahren etwa 15 Mill. ? werde die Stahlhandelsfirma in diesem Jahr ein Ergebnis von etwa 100 Mill. ? erreichen. Der Verkauf solle bis Ende 2005 über die Bühne gehen.

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