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Reiseveranstalter FTI darf länger Verluste machen

Der Touristikkonzern Airtours gibt seiner deutschen Tochter FTI wegen der Einbrüche im US-Geschäft ein Jahr länger Zeit für das Erreichen der Gewinnzone.

dpa-afx MÜNCHEN. "Ohne den 11. September hätten wir schon im laufenden Geschäftsjahr einen kleinen Gewinn erzielt", sagte Airtours-Chairman David Crossland am Montagabend in München. FTI-Chef Georg Eisenreich. Es bleibe aber das Ziel der Geschäftsführung, wenn möglich schon im Geschäftsjahr 2001/02 (30. September) aus den roten Zahlen zu kommen.

Zuletzt konnte der lange Zeit schwer angeschlagene viertgrößte deutsche Reiseveranstalter das Minus deutlich reduzieren. Der Verlust sank im Geschäftsjahr 2000/01 nach Angaben Eisenreichs von 164 auf 55 Mill. ?. Der Umsatz gab allerdings um 16 % auf knapp 1,2 Mrd. ? nach.

In der Vergangenheit hatte FTI stark auf Wachstum gesetzt und dabei nach Einschätzung der neuen Führung die Profitabilität vergessen. Airtours war zunächst Minderheitsgesellschafter. Man habe nur die Wahl gehabt, das Engagement abzuschreiben oder die Mehrheit zu übernehmen, sagte Crossland. Der deutsche Markt sei einer der größten in der Branche und werde weiter wachsen. Daher habe man vor gut einem Jahr die Mehrheit gekauft.

Im US-Geschäft, das etwa zehn Prozent zum Konzernumsatz in Deutschland beisteuert, registrierte FTI im Oktober und im November Einbrüche von etwa 35 %. Crossland und Eisenreich rechnen aber im kommenden Sommer wieder mit einem Aufschwung. Von der Erholung wolle die FTI Touristik GmbH überproportional profitieren.

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