Reiten Olympia
Pessoa will "Ende der Untersuchungen abwarten"

Im Interview mit dem sid hat Springreiter Rodrigo Pessoa keine Erklärung zur positiven A-Probe seines Pferdes Rufus und kritisiert die "Nulllösung" für die Vierbeiner.

Springreiter Rodrigo Pessoa hat sich im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) den Fragen zur positiven Dopingprobe seines Pferdes Rufus gestellt. Der Olympiasieger von 2004 hat nach wie vor "keine Erklärung" für den Positiv-Befund, kritisiert die "Nulllösung" für Pferde und spricht über seine nähere Zukunft.

sid: "Herr Pessoa, der Weltverband hat die positive A-Probe bei ihrem Pferd Rufus bestätigt. Wie ist Ihre Gemütslage?"

Pessoa: "Natürlich bin ich traurig. Aber eigentlich will ich nichts dazu sagen, ehe die B-Probe das Ergebnis nicht bestätigt. Man muss jetzt erstmal das Ende der Untersuchungen abwarten."

sid: "Bei Ihrem Pferd Rufus wurde die verbotene Substanz Nonivamide gefunden. Ein Mittel, das auch zur Sensibilisierung der Beine eingesetzt werden kann. Können Sie sich erklären, wie das Mittel in den Körper Ihres Pferdes gelangt ist?"

Pessoa: "Nein, zurzeit habe ich noch keine Erklärung. Ich werde jetzt auch nicht vor die Presse treten und genau erläutern, wie das alles passiert ist. Dafür weiß ich viel zu wenig. Ich muss mir erst mehr Klarheit verschaffen. Ich habe mir einen Anwalt genommen und werde mich bei allen weiteren Schritten beraten lassen. "

sid: "Finden Sie es nicht prekär, dass ausgerechnet Ihr Pferd positiv getestet wurde, nachdem Sie bei Ihrem Olympiasieg 2004 von dem Doping-Fall eines Kollegen profitiert haben?"

Pessoa: "Da muss man unterscheiden. Das vor vier Jahren war ein klarer Dopingfall. Bei mir ist noch nicht bekannt, was passiert ist. Doch selbst, wenn es sich bei mir um eine verbotene Medikation handelt, ist das mit Doping nicht zu vergleichen."

sid: "Verärgert sind Sie aber schon?"

Pessoa: "Klar, weil die Nulllösung für die Pferde in unserem Sport immer wieder zu großen Problemen führt. Da stimmt das Regelwerk nicht. Wenn ein Berufstätiger morgens Kopfschmerzen hat, nimmt er eine Aspirin und geht dann ins Büro. Pferde dürfen nichts bekommen, müssen aber ständig auf Turnieren Höchstleistungen zeigen. Das ist nicht in Ordnung."

sid: "Sie sind jetzt gesperrt für weitere Turniere. Was machen Sie nun?"

Pessoa: "Das Leben geht weiter. Ich muss mich um meine Pferde kümmern, muss sie täglich trainieren. Die Arbeit bleibt nahezu dieselbe, auch wenn ich jetzt nicht bei Turnieren starten kann."

© SID

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