"Reizklima" im Bauhauptgewerbe
Proteste vor entscheidender Tarifrunde

Vor der entscheidenden Runde der Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe haben sich rund 8 500 Beschäftigte der Branche an Protestaktionen beteiligt.

WiWo/ap FRANKFURT/MAIN. Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilte, handelte es sich um über 120 Aktionen, die am Donnerstagabend und Freitagmorgen zur Unterstützung der Gewerkschaftsforderungen stattfanden. Am Vormittag sollte in Frankfurt am Main die entscheidende fünfte Tarifrunde beginnen.

Auch vor dem Verhandlungsort am Frankfurter Flughafen hat die IG BAU für den Mittag zu einer Protestkundgebung aufgerufen, bei der Gewerkschaftschef Klaus Wiesehügel zu den erwarteten mehreren hundert Demonstranten sprechen wollte. Die IG BAU fordert für die 950 000 Beschäftigten des Bauhauptgewerbes 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie Änderungen bei der Lohngruppenordnung und Maßnahmen gegen Lohndumping. Die Arbeitgeber haben dies bislang kategorisch abgelehnt und noch kein Angebot vorgelegt. Für den Fall, dass es bei dieser Haltung bleibe, hat die Gewerkschaft mit Urabstimmung und Streik gedroht. Die Verhandlungsrunde am Freitag sollte nach ihrem Willen definitiv die letzte sein.

Weitere Protestaktionen

Ein Sprecher der IG BAU kündigte weitere Protestaktionen zur Begleitung der Tarifgespräche an. Er sprach von "spontanen Arbeitszeitverkürzungen und flexiblem Wochenendbeginn" am Freitag. Die Bauarbeiter wollten damit ihrer Empörung über die Kündigung des Rahmentarifvertrags Luft machen und für die Forderung der Gewerkschaft nach einer flexiblen Jahresarbeitszeit auf Basis einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit eintreten. Der Sprecher sprach von einem "absoluten Reizklima am Bau".

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