Rekordergebnis für 2001 angepeilt
Beiersdorf legt Erfolgsbilanz für 2000 vor

Der Kosmetik- und Pharmakonzern Beiersdorf ist mit zweistelligen Wachstumraten ins laufende Geschäftsjahr gestartet und erwartet für 2001 erneut einen Rekordgewinn.

Reuters HAMBURG. Nachdem das Vorjahr bereits das bisher beste in der über 115-jährigen Geschichte des Konzerns war, plant das Hamburger Unternehmen für 2001 eigenen Angaben zufolge einen Anstieg seines Jahresüberschusses um ein knappes Fünftel auf 270 Mill. Euro. Vorstandschef Rolf Kunisch kündigte zudem ein Umsatzwachstum um 8 bis 10 % auf 4,5 Mrd. Euro an. Die Beiersdorf-Aktie legte an der Börse daraufhin zeitweise um knapp 3 % auf rund 112 Euro überdurchschnittlich zu.

Beiersdorf - Intraday-Chart

Von Januar bis März 2001 habe der Konzern seinen Umsatz um 11,6 % auf 1,15 Mrd. Euro gesteigert und sei beim Ergebnis in der gleichen Größenordnung gewachsen, sagte Finanzchef Rolf-Dieter Schwalb. Seinen Angaben nach wuchs die Kosmetiksparte (cosmed) mit der Marke Nivea an der Spitze in den ersten drei Monaten um 12,5 %, die medizinische Sparte (medical) mit Hansaplast legte sogar um 15,6 % zu. Tesa wuchs dagegen nur um 3,1 %.

Bei der Aufgliederung nach Regionen lagen Nord- und Südamerika mit einem Wachstum um 22 % an der Spitze, gefolgt von Europa (ohne Deutschland) mit knapp 11 %. Deutschland allein wuchs um 8 % und die Region Afrika, Asien und Australien legte um knapp 6 % zu. Absolute Zahlen nannte Schwalb nicht und verwies dazu auf die für Mai geplante Veröffentlichung der Quartalszahlen.

Kunisch: Umsatzrendite soll verbessert werden

Im Gesamtjahr 2001 erwartet Beiersdorf unter Einschluss aller verbliebenen Restrukturierungsmaßnahmen ein Betriebsergebnis von ungefähr 450 Mill. DM, sagte Schwalb weiter. Damit würde sich das Ergebnis gegenüber 2000 um 15,7 % erhöhen. Beim Umsatz plant Beiersdorf einen Anstieg um 8 bis 10 % auf etwa 4,5 Mrd. Euro nach 4,1 Mrd. im Vorjahr. Die Nettoumsatzrendite soll sich damit von 5,5 % im Vorjahr auf 6 % in 2001 erhöhen. Kunisch betonte, dass Beiersdorf damit nahe an die internationale Konkurrenz herankomme, die Umsatzrendite aber noch verbessert werden solle. Konkurrenten lägen bei 7 bis 8 % Rendite.

Das Umsatzwachstum werde getragen von den Kernmarken des Konzerns, zu denen Kunisch neben Nivea und Hansaplast, Juvena, La Prairie, Futuro, Eucerin, Atrix, Labello und 8x4 zählte, tesa aber nicht. Tesa wurde in einer eigenen AG verselbstständigt und soll weiter wachsen und an Profitabilität gewinnen. Auf die Frage, ob damit die Weichen für einen späteren Verkauf oder eine Allianz mit einem anderen Unternehmen gestellt seien, sagte Kunisch, derzeit werde dies nicht geplant.

Weiter Interesse an Clairol

Kunisch bekräftige das Interesse an einer Übernahme des US-Haarpflegemittelherstellers Clairol. Darüber hinaus machte er allerdings keine weiteren Angaben, etwa über den Stand des Bieterverfahrens. An Clairol, die der zum Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb gehört, sollen neben Beiersdorf unter anderem auch Henkel , Wella und L'Oreal interessiert sein.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Beiersdorf den Reingewinn getragen durch eine starkes Wachstum seiner Marke Nivea sowie Währungseffekten um fast 30 % auf 226 Mill. Euro gesteigert. Die Aktionäre sollen daran mit einer um 39 % auf 1,00 Euro von 72 Cent erhöhten Dividende beteiligt werden. Der Hauptversammlung am 12. Juni wird zudem vorgeschlagen, die bestehende Ermächtigung zum Rückkauf von 10 % eigener Aktien zu erneuern.

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