Rekordnationalspieler denkt nicht an Karriereende
Roßkopf verliert in Runde drei

Das Olympia-Aus von Jörg Roßkopf stimmt die Fans wehmütig. Deutschlands "Mr. Tischtennis" beendete am Dienstag in Athen seine fünften Sommerspiele seit 1988. Doch mit einem endgültigen Abschied tut sich die Legende schwer.

ATHEN. Die verlorene Drittrunden-Partie gegen den Chinesen Wang Hao in der Galatsi-Halle war wahrscheinlich sein letzter Auftritt im Zeichen der fünf Ringe. 2008, bei den nächsten Sommerspielen in Peking, wäre der Linkshänder aus Gönnern immerhin 39 Jahre alt.

Doch Abschied ist ein scharfes Schwert. Der Familienvater verdrängt dieses Gefühl. "Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Abschiedsstimmung gibt es bei mir nicht", sagte Roßkopf nach der respektablen 1:4-Niederlage gegen den 20-Jährigen Gold-Anwärter aus dem Reich der Mitte. "Ich habe in sehr guter Form gespielt, hatte aber die denkbar schlechteste Auslosung", sagte der Olympia-Dritte von 1996. Vier Jahre zuvor in Barcelona hatte er schon Silber im Doppel mit Steffen Fetzner geholt.

Abschreiben sollte man die "Olympia-Institution" nicht. Nach einer langwierigen Schulterverletzung schaffte er 2003 mit Platz drei bei der EM und in diesem Jahr mit Platz zwei bei der Team-WM in Katar ein tolles Comeback. Selbst gegen den 15 Jahre jüngeren Wang Hao besaß er eine Chance, verspielte aber eine 10:5-Führung im zweiten Durchgang. "Bei 1:1 nach Sätzen wäre der Chinese etwas nervös geworden", sagte der Routinier zur Schlüsselszene.

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