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Rekordsieger USA und Spanien im Daviscup-Finale

Rekordsieger USA und Spanien stehen im Daviscup-Endspiel. Nach dem 31-maligen Champion zog der Vorjahresfinalist erneut ins Endspiel ein.

dpa HAMBURG. Rekordsieger USA und Spanien stehen im Daviscup-Endspiel. Nach dem 31-maligen Champion zog der Vorjahresfinalist erneut ins Endspiel ein.

Spaniens Tennis-Team bezwang in der Stierkampf-Arena von Alicante die Franzosen. Youngster Rafael Nadal holte durch seinen 6:4, 6:1, 6:2-Sieg gegen Arnaud Clement den entscheidenden dritten Punkt. Vom 3. bis zum 5. Dezember genießen die Spanier gegen die USA Heimrecht und können damit auch den Belag wählen.

Die Amerikaner dürfen sicher sein, dass sie ihr erstes Endspiel seit 1997 auf ungeliebtem Sand bestreiten müssen. Im Halbfinale hatten Andy Roddick & Co. in Charleston/South Carolina die überraschend unter die letzten Vier vorgestoßenen Weißrussen vom Hartplatz gefegt. Bis zur Entscheidung durch die Zwillinge Bob und Mike Bryan im Doppel (6:1, 6:3, 7:5 gegen Max Mirnyi/Wladimir Woltschkow) hatte das Team von Kapitän Patrick Mcenroe nur einen Satz abgegeben. Der Weltranglistenzweite Andy Roddick verbesserte im Match gegen Woltschkow seinen Aufschlag-Weltrekord auf 249 km/h.

"Daviscup ist das schönste im Tennis. Das Endspiel ist für uns wie ein Grand-Slam-Finale", sagte Mike Bryan. "Der Daviscup-Sieg würde dieses Jahr noch zu einem guten machen", meinte Roddick, der im Finale gegen Roger Federer den Wimbledonsieg verpasst und als Titelverteidiger bei den US Open im Viertelfinale gescheitert war. Gemeinsam mit dem Olympia-Zweiten Mardy Fish hatte Roddick die Amerikaner bereits am ersten Tag durch zwei klare Einzelsiege auf Finalkurs gebracht. Der letzte Daviscup-Sieg gelang den USA 1995.

Die Spanier haben den Daviscup erst ein Mal gewonnen. Das war vor vier Jahren. Auf dem Weg ins Endspiel hatten die Asche-Spezialisten damals in Santander die Amerikaner auf Sand mit 5:0 gedemütigt.

In der Stierkampf-Arena von Alicante packten die Spanier die Franzosen bei den Hörnern. Nach der überraschenden Auftakt-Niederlage von Carlos Moya gegen Paul-Henri Mathieu, drehten Juan Carlos Ferrero und Nadal das Spiel. Der 18-Jährige bezwang zunächst im Doppel mit Tommy Robredo die französische Kombination Arnaud Clement/Michael Llodra mit 7:6 (7:4), 4:6, 6:2, 2:6, 6:3.

Dann fertigte der in letzter Minute als Ersatz für Moya nominierte Linkshänder Clement ab. Bereits beim Erstrundenspiel gegen Tschechien im Februar hatte Nadal den entscheidenden fünften Satz gewonnen. "Ich bin glücklich, im Finale zu sein. Dieses Jahr lief es für mich ausgezeichnet", sagte Spaniens jüngster Daviscup-Spieler.

Während Spanien in diesem Jahr erneut das Finale erreichte, spielte Titelverteidiger Australien um den Klassenverbleib. Auf Rasen in Perth landeten Lleyton Hewitt & Co. einen ungefährdeten 4:1-Sieg über Marokko. Auch Kroatien, Tschechien, Russland, Rumänien und Österreich bleiben nach ihren Erfolgen in den Playoff-Partien in der Weltgruppe. Erstmals seit 1985 wieder im Oberhaus ist Chile; den Sieg über Japan machten die Olympiasieger Fernando Massu vor den Augen von Staatspräsident Ricardo Lagos perfekt.

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