Rekrutierung in Deutschland problemlos
Adobe macht keinen Mangel an IT-Fachkräften aus

Trotz des immer wieder in der IT-Branche kritisierten Mangels an Arbeitskräften sieht der US-Software-Herstellers Adobe Systems keine Probleme bei der Mitarbeiter-Rekrutierung in Deutschland. "Es ist für uns leichter gewesen, hier Mitarbeiter für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung zu finden als in Silicon Valley", sagte Adobe-Chef Bruce Chizen am Freitag am Rande der Eröffnung eines neuen Entwickler-Zentrums in Hamburg.

Reuters HAMBURG. In dem neuen Zentrum arbeiteten jetzt 66 IT-Spezialisten an der Entwicklung neuer Programme für das im kalifornischen San Jose ansässige Software-Haus. In drei bis fünf Jahren sollten es 150 Entwickler werden.

Adobe ist vor allem für die Programme Acrobat und Photoshop bekannt. "Wir hatten bisher keine Probleme, Mitarbeiter in Deutschland zu finden", sagte Chizen weiter. Beobachter der IT-Branche gehen davon aus, dass nach den ersten Pleiten von Internet-Start-Ups Computer-Experten eher Arbeit bei großen Unternehmen suchen. Adobe ist nach eigenen Angaben mit einem Jahresumsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar weltweit der zweitgrößte Hersteller von PC-Software. Deutsche Branchenvertreter haben wiederholt davor gewarnt, dass in den kommenden Jahren Tausende IT-Experten fehlen werden.

Ariba schätzt die Treue deutscher Mitarbeiter

Als Vorteil des Standorts Deutschland für einen US-Konzern nannte Chizen die Treue der Mitarbeiter zu ihren Unternehmen. IT-Experten in Deutschland wollten gern bei einem Unternehmen bleiben, und "nicht ständig von einer Firma zur nächsten wechseln wie in Silicon Valley". Er habe den Eindruck, dass Software-Entwickler deshalb bei Adobe arbeiten wollten, weil die Produkte des Unternehmens in Deutschland so weit verbreitet seien.

Mit dem Programm Photoshop können Bilder digital bearbeitet, mit dem Acrobat Reader Dokumente in ihrer Originalform ausgetauscht und angesehen werden. Anfang 1999 hatte Adobe die Hamburger Internet-Design-Firma GoLive mit 30 Mitarbeitern übernommen. Die GoLive-Produkte zur Erstellung von Websites konkurrieren mit in der Branche bekannten Programmen wie Dreamweaver vom Adobe-Wettbewerber Macromedia.

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